Pembrolizumab (8) – Keytruda®
Melanom, adjuvante Therapie
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.04.2019 – Zulassung: 12.12.2018 |
|---|---|
| Beschluss | 19.09.2019 |
| Befristung bis | 01.04.2024 Befristung aufgehoben |
| Wirkstoff | Pembrolizumab |
| Handelsname | Keytruda® |
| Pharm. Unternehmer | MSD SHARP & DOHME GMBH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-446 |
| ATC-Code | L01FF02 PD-1/PDL-1-Inhibitoren (L01FF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C43.0Bösartiges Melanom der Lippe, C43.1Bösartiges Melanom des Augenlides, einschließlich Kanthus, C43.2Bösartiges Melanom des Ohres und des äußeren Gehörganges, C43.3Bösartiges Melanom sonstiger und nicht näher bezeichneter Teile des Gesichtes, C43.4Bösartiges Melanom der behaarten Kopfhaut und des Halses, C43.5Bösartiges Melanom des Rumpfes, C43.6Bösartiges Melanom der oberen Extremität, einschließlich Schulter, C43.7Bösartiges Melanom der unteren Extremität, einschließlich Hüfte, C43.8Bösartiges Melanom der Haut, mehrere Teilbereiche überlappend, C43.9Bösartiges Melanom der Haut, nicht näher bezeichnet |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I111156Malignes Melanom der behaarten Kopfhaut, I111633Malignes Melanom des Ohres und des äußeren Gehörganges, I18282Malignes Melanom, I18791Malignes Melanom des Augenlids, I3412Malignes Melanom der Lippe, I3416Malignes Melanom des Gesichts, I96395Malignes Melanom des Rumpfes a.n.k., I96441Malignes Melanom der oberen Extremität a.n.k., I96442Malignes Melanom der unteren Extremität a.n.k. |
| DDD Tagesdosis | 9.5 mg parenteral |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen Melanom (MA) |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Besonderheit | Bundling Praxisbesonderheit |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
|
KEYTRUDA ist als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen angezeigt (siehe Abschnitt 5.1). |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| A) | Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen angezeigt | Beobachtendes Abwarten |
Studien und Ergebnisse
|
Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
1 (Keynote-054) |
|---|---|
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Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
H2H vs. ZVT |
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Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
- Klinische Studien
- Der Nutzenbewertung liegen Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie KEYNOTE-054 zugrunde.
Erwachsene Patienten mit Melanom im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion zur adjuvanten Behandlung
- Für Pembrolizumab als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen liegt ein Hinweis für einen nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen vor.
- Insgesamt wird daher für die Aussagesicherheit des festgestellten Zusatznutzens ein Hinweis abgeleitet.
- Mortalität
- Gesamtüberleben
- Gemäß Studienprotokoll war zum Zeitpunkt des 1. und 2. Datenschnitts in der Studie KEYNOTE-054 keine Auswertung zum Endpunkt Gesamtüberleben geplant.
- Zum Zeitpunkt des 1. Datenschnitts waren 25 Patienten im Pembrolizumab-Arm und 35 Patienten im Placebo-Arm verstorben.
- Morbidität - Rezidive/ Rezidivfreies Überleben
- Rezidive
- Für den Endpunkt Rezidive zeigt sich zum Zeitpunkt des 2. Datenschnitts ein statistisch signifikanter Vorteil von Pembrolizumab im Vergleich zu beobachtendem Abwarten (Relatives Risiko (RR): 0,63; [95 %-Konfidenzintervall (KI): 0,54; 0,74]; p-Wert < 0,001). 30,7 % der Patienten im Pembrolizumab-Arm und 48,7 % im Placebo-Arm erlitten bis zum Zeitpunkt des 2. Datenschnitts ein Rezidiv.
- Rezidivfreies Überleben
- Hinsichtlich des Endpunktes Rezidivfreies Überleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil unter Therapie mit Pembrolizumab (Hazard Ratio (HR): 0,56; [95 %-KI: 0,44; 0,72]; p < 0,001). Im Pembrolizumab-Arm war die mediane Zeit bis zum Ereignis noch nicht erreicht, wohingegen diese im Vergleichsarm 21,7 Monate betrug.
- Insgesamt zeigt sich somit in Bezug auf die Endpunkte Rezidive und Rezidivfreies Überleben ein deutlicher, klinisch relevanter Vorteil von Pembrolizumab im Vergleich zu beobachtendem Abwarten.
- Da jedoch die Beobachtungszeit (21,6 Monate im Median) zum 2. Datenschnitt relativ kurz und nicht ausreichend lang ist, um den Hochrisikozeitraum für das Auftreten eines Rezidivs von 3 Jahren nach Primärdiagnose hinreichend abzubilden, lässt sich das Ausmaß dieses Vorteils basierend auf den vorliegenden Daten nicht eindeutig quantifizieren.
- Morbidität - Symptomatik (EORTC QLQ-C30)
- Die Erhebung der Krankheitssymptomatik erfolgt in der Studie KEYNOTE-054 anhand der Symptomskalen des krebsspezifischen Fragebogens EORTC QLQ-C30.
- Entsprechend den Ausführungen zur Erhebung der Symptomatik mittels EORTC QLQ-C30 werden die vorgelegten Auswertungen als nicht verwertbar angesehen.
- Lebensqualität
- Daten zur krankheitsbezogenen Lebensqualität werden mittels EORTC QLQ-C30 Funktionsskalen (globaler Gesundheitszustand, körperliche Funktion, Rollenfunktion, emotionale Funktion, kognitive Funktion und soziale Funktion) erhoben.
- Entsprechend den Ausführungen zur Erhebung der Symptomatik mittels EORTC QLQ-C30 werden die vorgelegten Auswertungen als nicht verwertbar angesehen.
- Nebenwirkungen - Unerwünschte Ereignisse (UEs) gesamt
- Die Ergebnisse zu dem Endpunkt Unerwünschte Ereignisse gesamt werden ausschließlich ergänzend dargestellt.
- Im Pembrolizumab-Arm erlitten 93,3 % der Patienten ein unerwünschtes Ereignis gegenüber 90,2 % der Patienten im Placebo-Arm.
- Gesamtbewertung / Fazit
- Für die Bewertung des Zusatznutzens von Pembrolizumab als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen liegen Daten zur Morbidität, Lebensqualität und zu Nebenwirkungen vor.
- Da jedoch die Beobachtungszeit (21,6 Monate im Median) zum 2. Datenschnitt relativ kurz und nicht ausreichend lang ist, um den Hochrisikozeitraum für das Auftreten eines Rezidivs von 3 Jahren nach Primärdiagnose hinreichend abzubilden, lässt sich das Ausmaß dieses Vorteils basierend auf den vorliegenden Daten nicht eindeutig quantifizieren.
- Die vom pharmazeutischen Unternehmer dargestellten Auswertungen zur Symptomatik erhoben mittels EORTC QLQ-C30 sowie zum Gesundheitszustand gemessen mittels EQ-5D VAS werden als nicht verwertbar eingestuft.
- Entsprechend werden auch die Auswertungen zum Endpunkt gesundheitsbezogene Lebensqualität erhoben mittels EORTC QLQ-C30 als nicht verwertbar angesehen.
- In der Kategorie Nebenwirkungen ergeben sich relevante Nachteile aufgrund einer Zunahme schwerwiegender unerwünschter Ereignisse, schwerer unerwünschter Ereignisse und von Abbrüchen wegen UEs.
- In der Gesamtbetrachtung der Ergebnisse zu allen vorliegenden patientenrelevanten Endpunkten stehen in der vorliegenden adjuvanten Therapiesituation deutliche positive, im Ausmaß jedoch nicht eindeutig quantifizierbare Effekte in Bezug auf die Vermeidung von Rezidiven relevanten Nachteilen hinsichtlich der Nebenwirkungen gegenüber.
- Insgesamt wird für Pembrolizumab als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion ein nicht-quantifizierbarer Zusatznutzen festgestellt.
- Gesamtbewertung / Fazit
- Für die Bewertung des Zusatznutzens von Pembrolizumab als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen liegen Daten zur Morbidität, Lebensqualität und zu Nebenwirkungen vor.
- Da jedoch die Beobachtungszeit (21,6 Monate im Median) zum 2. Datenschnitt relativ kurz und nicht ausreichend lang ist, um den Hochrisikozeitraum für das Auftreten eines Rezidivs von 3 Jahren nach Primärdiagnose hinreichend abzubilden, lässt sich das Ausmaß dieses Vorteils basierend auf den vorliegenden Daten nicht eindeutig quantifizieren.
- Die vom pharmazeutischen Unternehmer dargestellten Auswertungen zur Symptomatik erhoben mittels EORTC QLQ-C30 sowie zum Gesundheitszustand gemessen mittels EQ-5D VAS werden als nicht verwertbar eingestuft.
- Entsprechend werden auch die Auswertungen zum Endpunkt gesundheitsbezogene Lebensqualität erhoben mittels EORTC QLQ-C30 als nicht verwertbar angesehen.
- In der Kategorie Nebenwirkungen ergeben sich relevante Nachteile aufgrund einer Zunahme schwerwiegender unerwünschter Ereignisse, schwerer unerwünschter Ereignisse und von Abbrüchen wegen UEs.
- In der Gesamtbetrachtung der Ergebnisse zu allen vorliegenden patientenrelevanten Endpunkten stehen in der vorliegenden adjuvanten Therapiesituation deutliche positive, im Ausmaß jedoch nicht eindeutig quantifizierbare Effekte in Bezug auf die Vermeidung von Rezidiven relevanten Nachteilen hinsichtlich der Nebenwirkungen gegenüber.
- Insgesamt wird für Pembrolizumab als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion ein nicht-quantifizierbarer Zusatznutzen festgestellt.
Zugehörige Verfahren
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