Pembrolizumab (11) – Keytruda®
Plattenepithelkarzinom Kopf-Hals-Bereich, PD-L1-Expression ≥ 1%, Erstlinie, Monotherapie
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.12.2019 – Zulassung: 14.11.2019 |
|---|---|
| Beschluss | 14.05.2020 |
| Wirkstoff | Pembrolizumab |
| Handelsname | Keytruda® |
| Pharm. Unternehmer | MSD SHARP & DOHME GMBH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-501 |
| ATC-Code | L01FF02 PD-1/PDL-1-Inhibitoren (L01FF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C00.0Bösartige Neubildung: Äußere Oberlippe, C00.1Bösartige Neubildung: Äußere Unterlippe, C00.2Bösartige Neubildung: Äußere Lippe, nicht näher bezeichnet, C00.3Bösartige Neubildung: Oberlippe, Innenseite, C00.4Bösartige Neubildung: Unterlippe, Innenseite, C00.5Bösartige Neubildung: Lippe, nicht näher bezeichnet, Innenseite, C00.6Bösartige Neubildung: Lippenkommissur, C00.8Bösartige Neubildung: Lippe, mehrere Teilbereiche überlappend, C00.9Bösartige Neubildung: Lippe, nicht näher bezeichnet, C01Bösartige Neubildung des Zungengrundes, C02.0Bösartige Neubildung: Zungenrücken, C02.1Bösartige Neubildung: Zungenrand, C02.2Bösartige Neubildung: Zungenunterfläche, C02.3Bösartige Neubildung: Vordere zwei Drittel der Zunge, Bereich nicht näher bezeichnet, C02.4Bösartige Neubildung: Zungentonsille, C02.8Bösartige Neubildung: Zunge, mehrere Teilbereiche überlappend, C02.9Bösartige Neubildung: Zunge, nicht näher bezeichnet, C03.0Bösartige Neubildung: Oberkieferzahnfleisch, C03.1Bösartige Neubildung: Unterkieferzahnfleisch, C03.9Bösartige Neubildung: Zahnfleisch, nicht näher bezeichnet, C04.0Bösartige Neubildung: Vorderer Teil des Mundbodens, C04.1Bösartige Neubildung: Seitlicher Teil des Mundbodens, C04.8Bösartige Neubildung: Mundboden, mehrere Teilbereiche überlappend, C04.9Bösartige Neubildung: Mundboden, nicht näher bezeichnet, C05.0Bösartige Neubildung: Harter Gaumen, C05.1Bösartige Neubildung: Weicher Gaumen, C05.2Bösartige Neubildung: Uvula, C05.8Bösartige Neubildung: Gaumen, mehrere Teilbereiche überlappend, C05.9Bösartige Neubildung: Gaumen, nicht näher bezeichnet, C06.0Bösartige Neubildung: Wangenschleimhaut, C06.1Bösartige Neubildung: Vestibulum oris, C06.2Bösartige Neubildung: Retromolarregion, C06.8Bösartige Neubildung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Teile des Mundes, mehrere Teilbereiche überlappend, C06.9Bösartige Neubildung: Mund, nicht näher bezeichnet, C07Bösartige Neubildung der Parotis, C08.0Bösartige Neubildung: Glandula submandibularis, C08.1Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis, C08.8Bösartige Neubildung: Große Speicheldrüsen, mehrere Teilbereiche überlappend, C08.9Bösartige Neubildung: Große Speicheldrüse, nicht näher bezeichnet, C09.0Bösartige Neubildung: Fossa tonsillaris, C09.1Bösartige Neubildung: Gaumenbogen (vorderer) (hinterer), C09.8Bösartige Neubildung: Tonsille, mehrere Teilbereiche überlappend, C09.9Bösartige Neubildung: Tonsille, nicht näher bezeichnet, C10.0Bösartige Neubildung: Vallecula epiglottica, C10.1Bösartige Neubildung: Vorderfläche der Epiglottis, C10.2Bösartige Neubildung: Seitenwand des Oropharynx, C10.3Bösartige Neubildung: Hinterwand des Oropharynx, C10.4Bösartige Neubildung: Kiemengang, C10.8Bösartige Neubildung: Oropharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C10.9Bösartige Neubildung: Oropharynx, nicht näher bezeichnet, C11.0Bösartige Neubildung: Obere Wand des Nasopharynx, C11.1Bösartige Neubildung: Hinterwand des Nasopharynx, C11.2Bösartige Neubildung: Seitenwand des Nasopharynx, C11.3Bösartige Neubildung: Vorderwand des Nasopharynx, C11.8Bösartige Neubildung: Nasopharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C11.9Bösartige Neubildung: Nasopharynx, nicht näher bezeichnet, C12Bösartige Neubildung des Recessus piriformis, C13.0Bösartige Neubildung: Regio postcricoidea, C13.1Bösartige Neubildung: Aryepiglottische Falte, hypopharyngeale Seite, C13.2Bösartige Neubildung: Hinterwand des Hypopharynx, C13.8Bösartige Neubildung: Hypopharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C13.9Bösartige Neubildung: Hypopharynx, nicht näher bezeichnet, C14.0Bösartige Neubildung: Pharynx, nicht näher bezeichnet, C14.2Bösartige Neubildung: Lymphatischer Rachenring (Waldeyer), C14.8Bösartige Neubildung: Lippe, Mundhöhle und Pharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C30.0Bösartige Neubildung: Nasenhöhle, C30.1Bösartige Neubildung: Mittelohr, C31.0Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris (Kieferhöhle), C31.1Bösartige Neubildung: Sinus ethmoidalis (Siebbeinzellen), C31.2Bösartige Neubildung: Sinus frontalis (Stirnhöhle), C31.3Bösartige Neubildung: Sinus sphenoidalis (Keilbeinhöhle), C31.8Bösartige Neubildung: Nasennebenhöhlen, mehrere Teilbereiche überlappend, C31.9Bösartige Neubildung: Nasennebenhöhle, nicht näher bezeichnet, C32.0Bösartige Neubildung: Glottis, C32.1Bösartige Neubildung: Supraglottis, C32.2Bösartige Neubildung: Subglottis, C32.3Bösartige Neubildung: Larynxknorpel, C32.8Bösartige Neubildung: Larynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C32.9Bösartige Neubildung: Larynx, nicht näher bezeichnet Mehr anzeigen >> |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I102135Bösartige Neubildung des vorderen Zungenteils a.n.k., I102313Bösartige Neubildung der Zunge an der Übergangszone, I103335Bösartige Neubildung der Epiglottisvorderfläche, I103467Bösartige Neubildung des Überganges zwischen hartem und weichem Gaumen, I104900Bösartige Neubildung der Regio postcricoidea, I104906Bösartige Neubildung des Schildknorpels, I105337Bösartige Neubildung der Seitenwand des Oropharynx, I105338Bösartige Neubildung der Hinterwand des Oropharynx, I105339Bösartige Neubildung des Oropharynx, I105738Bösartige Neubildung der Innenseite der Lippe, I105739Bösartige Neubildung der Lippenkommissur, I106104Bösartige Neubildung der oberen Wand des Nasenrachenraums, I106105Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Nasenrachenraums, I106106Bösartige Neubildung der seitlichen Wand des Nasenrachenraums, I106109Bösartige Neubildung der vorderen Wand des Nasenrachenraums, I106112Bösartige Neubildung des Nasopharynx, I107094Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Hypopharynx, I17123Bösartige Neubildung der Zunge, I18831Bösartige Neubildung der Lippe, I24894Bösartige Neubildung des Zungengrundes, I25253Bösartige Neubildung der äußeren Oberlippe, I25260Bösartige Neubildung der äußeren Unterlippe, I25262Bösartige Neubildung der Innenseite der Oberlippe, I25265Bösartige Neubildung der Innenseite der Unterlippe, I25279Bösartige Neubildung des Zungenrückens, I25287Bösartige Neubildung der Zungenunterfläche, I25294Bösartige Neubildung der Zungentonsille, I25301Bösartige Neubildung der Parotis, I25307Bösartige Neubildung der Glandula submandibularis, I25313Bösartige Neubildung der Glandula sublingualis, I25320Bösartige Neubildung des Zahnfleisches, I25323Bösartige Neubildung des Mundbodens, I25324Bösartige Neubildung der Wangenschleimhaut, I25330Bösartige Neubildung des harten Gaumens, I25333Bösartige Neubildung des weichen Gaumens, I25336Bösartige Neubildung der Uvula, I25381Bösartige Neubildung der Tonsillen, I25382Bösartige Neubildung des Gaumenbogens, I25385Bösartige Neubildung des Recessus piriformis, I25391Bösartige Neubildung des Hypopharynx, I25392Bösartige Neubildung des Waldeyer-Rachenrings, I25430Bösartige Neubildung der Nasennebenhöhle, I25438Bösartige Neubildung der Nasenhöhle, I25446Bösartige Neubildung des Mittelohres, I25450Bösartige Neubildung des Sinus maxillaris, I25457Bösartige Neubildung des Sinus ethmoidalis, I25463Bösartige Neubildung des Sinus frontalis, I25467Bösartige Neubildung des Sinus sphenoidalis, I25472Bösartige Neubildung der Glottis, I25474Bösartige Neubildung der Subglottis, I29848Bösartige Neubildung des Zungenrandes, I29869Bösartige Neubildung des vorderen Teils des Mundbodens, I29872Bösartige Neubildung des seitlichen Teils des Mundbodens, I29875Bösartige Neubildung des Gaumens, I29880Krebs des vorderen Teils des Mundes, I29882Bösartige Neubildung der Retromolarregion, I29886Mundkrebs, I29888Bösartige Neubildung der Fossa tonsillaris, I29892Bösartige Neubildung der Vallecula epiglottica, I29931Bösartige Neubildung des Mundrachenraums, I29998Bösartige Neubildung des Larynx, I30003Bösartige Neubildung der Supraglottis, I84691Bösartige Neubildung des Pharynx, I84747Bösartige Neubildung der Lippenrotgrenze, I84771Bösartige Neubildung des Unterkieferzahnfleisches, I84773Bösartige Neubildung des Oberkieferzahnfleisches, I84903Bösartige Neubildung einer branchiogenen Zyste, I84958Bösartige Neubildung großer Speicheldrüsen, I84962Bösartige Neubildung der Übergangsregion des Oropharynx, I85649Bösartige Neubildung der hypopharyngealen Seite der aryepiglottischen Falte Mehr anzeigen >> |
| DDD Tagesdosis | 9.5 mg parenteral |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen Plattenepithelkarzinom / Aktinische Keratose |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Besonderheit | Bundling ZVT-Änderung Praxisbesonderheit |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
|
KEYTRUDA ist als Monotherapie oder in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1) angezeigt. Hinweis: |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| a) | Erwachsene Patienten mit metastasierendem oder nicht resezierbarem rezidivierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1); Erstlinienbehandlung | Cetuximab + Cisplatin oder Carboplatin + 5-FU |
Studien und Ergebnisse
|
Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
1 (KEYNOTE 048) |
|---|---|
|
Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
H2H vs. ZVT |
|
Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
| ZVT-Änderung | 05.05.2020 – nach Dossiereinreichung, Stellungnahmeverfahren |
- Klinische Studien
- Der pharmazeutische Unternehmer hat zur Nutzenbewertung Daten der randomisierten, offenen, aktiv kontrollierten und gegenwärtig noch laufenden Phase-III-Studie KEYNOTE 048 vorgelegt.
- Diese dreiarmige Studie vergleicht eine Behandlung mit Pembrolizumab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU gegenüber einer Behandlung mit Cetuximab in Kombination Cis- oder Carboplatin und 5-FU sowie gegenüber einer Pembrolizumab Monotherapie.
Erwachsene Patienten mit metastasierendem oder nicht resezierbarem rezidivierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1); Erstlinienbehandlung
- Im Ergebnis stellt der G-BA für Pembrolizumab als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) gegenüber Cetuximab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU einen beträchtlichen Zusatznutzen fest.
- Die Aussagesicherheit wird auf Grundlage der vorliegenden Nachweise somit in die Kategorie „Anhaltspunkt“ eingestuft.
- Mortalität
- Das Gesamtüberleben ist in der Studie KEYNOTE 048 definiert als Zeit von Randomisierung bis zum Tod jeglicher Ursache.
- In der bewertungsrelevanten Teilpopulation mit PD-L1-Expression CPS ≥ 1 verstarben bis zum Datenschnitt vom 25.02.2019 197 Patienten im Interventionsarm (76,7 %) und 229 im Vergleichsarm (89,8 %). Die mediane Überlebenszeit beträgt im Interventionsarm 12,3 Monate und im Vergleichsarm 10,3 Monate, was einer medianen Verlängerung um 2,0 Monate entspricht.
- In der Ereigniszeitanalyse zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied (Hazard Ratio (HR): 0,74; [95%-Konfidenzintervall (KI): 0,61; 0,90]; p-Wert = 0,003).
- In der Endpunktkategorie Mortalität liegt somit auf Grundlage der Ergebnisse der Studie KEYNOTE 048 eine Verlängerung des Gesamtüberlebens vor, die im Ausmaß als eine geringe Verbesserung bewertet wird.
- Morbidität
- Progressionsfreies Überleben (PFS)
- Das PFS stellt einen co-primären Endpunkt der Studie KEYNOTE 048 dar und ist operationalisiert als Zeit zwischen Randomisierung und dem Zeitpunkt der ersten Krankheitsprogression nach RECIST oder des Todes durch jegliche Ursache. In der Ereigniszeitanalyse zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Symptomatik und Gesundheitszustand (EQ-5D Visuelle Analogskala)
- Die hierzu vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Analysen über die Zeit bis zur ersten bestätigten klinisch relevanten Verschlechterung um mindestens 10 Punkte bzw. 7 und 10 Punkte sind jedoch in der vorliegenden Situation nicht verwertbar.
- In der Endpunktkategorie Morbidität ist ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie somit nicht belegt.
- Lebensqualität
- Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wird in der Studie KEYNOTE 048 von den Patienten berichtet und mittels der Funktionsskalen der Fragebögen EORTC QLQ-C30 und EORTC QLQ-H&N35 erhoben.
- Für die vorgelegten Responderanalysen gelten dabei die gleichen zuvor beschriebenen Limitationen, sodass die Ergebnisse ebenfalls als nicht verwertbar eingeschätzt werden.
- Ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie in der Kategorie Lebensqualität ist dementsprechend nicht belegt.
- Nebenwirkungen
- Unerwünschte Ereignisse (UE) gesamt
- Nahezu alle Patienten in den relevanten Studienarmen der Studie KEYNOTE 048 haben ein unerwünschtes Ereignis erfahren.
- Schwerwiegende UE
- In der Studie KEYNOTE 048 haben ca. 41 % der Patienten im Interventionsarm und ca. 49 % der Patienten im Vergleichsarm ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (SUE) erfahren. In der Ereigniszeitanalyse zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Schwere UE (CTCAE-Grad ≥ 3)
- Ein schweres unerwünschtes Ereignis (CTCAE-Grad ≥ 3) haben ca. 55 % der Patienten im Interventionsarm und ca. 83 % der Patienten im Vergleichsarm erfahren. Im Interventionsarm trat ein schweres UE (CTCAE-Grad ≥ 3) im Median 4,6 Monate später auf als im Vergleichsarm. In der Ereigniszeitanalyse zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie.
- Therapieabbruch wegen UE
- Im Interventionsarm haben ca. 12 % und im Vergleichsarm ca. 27 % der Patienten die Behandlung aufgrund von unerwünschten Ereignissen abgebrochen. In der Ereigniszeitanalyse zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie.
- Spezifische UE
- Es zeigen sich im Bereich der spezifischen unerwünschten Ereignisse statistisch signifikante Unterschiede zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie bezüglich Paronychie (PT, UEs), Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes (SOC, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]), Erkrankungen des Ohrs und Labyrinths (SOC, UEs), Asthenie (PT, UEs), Schwindelgefühl (PT, UEs), Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (SOC, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]), Anämie (PT, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]), Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (SOC, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]), Schleimhautentzündung (PT, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]), Untersuchungen (SOC, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]) und Hypomagnesiämie (PT, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]). Demgegenüber zeigt sich ein Nachteil bei Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (SOC, UEs [CTCAE-Grad ≥ 3]).
- In der Gesamtbetrachtung zur Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich deutliche Vorteile für Pembrolizumab als Monotherapie. Zusammenfassend liegt in der Endpunktkategorie Nebenwirkungen ein beträchtlicher Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie vor.
- Gesamtbewertung
- Für die Nutzenbewertung von Pembrolizumab als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1), liegen Ergebnisse der Studie KEYNOTE 048 zum Gesamtüberleben, zur Morbidität, gesundheitsbezogenen Lebensqualität und zu Nebenwirkungen vor.
- In der Endpunktkategorie Mortalität zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Pembrolizumab als Monotherapie gegenüber einer Behandlung mit Cetuximab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU.
- Pembrolizumab als Monotherapie bewirkt im Vergleich zu Cetuximab in Kombination mit Cis- oder Carboplatin und 5-FU eine Verlängerung des Gesamtüberlebens, die im Ausmaß als eine geringe Verbesserung bewertet wird.
- Bezüglich der Morbidität sowie der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, erhoben anhand der Messinstrumente EORTC QLQ-C30, EORTC QLQ-H&N35 und EQ 5D-VAS, liegen insgesamt keine verwertbaren Daten vor.
- In der Endpunktkategorie Nebenwirkungen zeigen sich deutliche Vorteile für Pembrolizumab als Monotherapie durch eine Abnahme von schweren UE (CTCAE-Grad ≥ 3) und Therapieabbrüchen wegen UE. Im Detail zeigen sich überwiegend Vorteile auch im Bereich der spezifischen UE. Pembrolizumab als Monotherapie führt insgesamt zu einer bedeutsamen Vermeidung von Nebenwirkungen.
Zugehörige Verfahren
<< Liste aller Beschlüsse