Pembrolizumab (26) – Keytruda®
Dünndarmkarzinom mit MSI-H oder dMMR, vorbehandelt
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.08.2022 – Zulassung: 25.04.2022 |
|---|---|
| Beschluss | 19.01.2023 |
| Wirkstoff | Pembrolizumab |
| Handelsname | Keytruda® |
| Pharm. Unternehmer | MSD Sharp & Dohme GmbH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-841 |
| ATC-Code | L01FF02 PD-1/PDL-1-Inhibitoren (L01FF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C17.0Bösartige Neubildung: Duodenum, C17.1Bösartige Neubildung: Jejunum, C17.2Bösartige Neubildung: Ileum, C17.3Bösartige Neubildung: Meckel-Divertikel, C17.8Bösartige Neubildung: Dünndarm, mehrere Teilbereiche überlappend, C17.9Bösartige Neubildung: Dünndarm, nicht näher bezeichnet |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I107040Bösartige Neubildung des duodenojejunalen Überganges, I24721Bösartige Neubildung des Jejunums, I25404Bösartige Neubildung des Duodenums, I25410Bösartige Neubildung des Ileums, I25413Bösartige Neubildung des Dünndarmes, I29952Bösartige Neubildung eines Meckel-Divertikels |
| DDD Tagesdosis | 9.5 mg parenteral |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen Kolorektalkarzinom (CRC) / Dünndarmkarzinom |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Besonderheit | Bundling |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
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Keytruda ist als Monotherapie zur Behandlung der folgenden Tumoren mit MSI-H oder mit einer dMMR bei Erwachsenen angezeigt: - nicht resezierbares oder metastasierendes Dünndarmkarzinom mit einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| Erwachsene mit nicht-resezierbarem oder metastasierendem Dünndarmkarzinom mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder mit einer Mismatch-Reparatur Defizienz (dMMR) und Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie | Therapie nach ärztlicher Maßgabe* * Im Rahmen einer klinischen Studie werden neben BSC außerdem die folgenden Behandlungsoptionen als geeignete Komparatoren erachtet: 5-Fluorouracil + Folinsäure + Irinotecan (FOLFIRI), Irinotecan, nab-Paclitaxel, Nivolumab ± Ipilimumab. Die genannten Wirkstoffe sind jedoch nicht im Anwendungsgebiet zugelassen |
Studien und Ergebnisse
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Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
1 (KEYNOTE 158) |
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Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
Single-Arm + sonstiger Vergleich |
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Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
- Klinische Studien
- Bei der Studie KEYNOTE 158 handelt es sich um eine seit Februar 2016 laufende, multizentrische, offene, einarmige Phase II Studie.
- Bei der Studie Zaanan 2011 handelt es sich um eine retrospektive Studie der Association des Gastroentérologues Oncologues (AGEO)-Studiengruppe.
Erwachsene mit nicht-resezierbarem oder metastasierendem Dünndarmkarzinom mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) und Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie
- Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Insgesamt sind die vorgelegten Daten nicht geeignet, einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nachzuweisen, weshalb ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasierendem Dünndarmkarzinom mit MSI-H oder einer dMMR und einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie, nicht belegt ist.
- Morbidität - Progressionsfreies Überleben
- Für die Endpunkte Progressionsfreies Überleben und schwere unerwünschte Ereignisse stellt der pharmazeutische Unternehmer die Ergebnisse der beiden Studien deskriptiv gegenüber.
- Gesundheitsbezogene Lebensqualität
- Die Ergebnisse zur Morbidität und gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Studie KEYNOTE 158 werden ergänzend dargestellt.
- Nebenwirkungen - Schwere unerwünschte Ereignisse
- Für die Endpunkte Progressionsfreies Überleben und schwere unerwünschte Ereignisse stellt der pharmazeutische Unternehmer die Ergebnisse der beiden Studien deskriptiv gegenüber.
- Fazit
- Diese Vergleiche sind aufgrund der fehlenden Randomisierung mit einer inhärenten Unsicherheit behaftet und stellen keine adäquate Methode eines indirekten Vergleichs dar.
- Zudem liegen keine Effekte vor, für die sicher ausgeschlossen werden kann, dass sie nicht allein durch eine systematische Verzerrung zustande kommen.
- Insgesamt sind die vorgelegten Daten nicht geeignet, einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nachzuweisen, weshalb ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie nicht belegt ist.
Zugehörige Verfahren
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