Pembrolizumab (27) – Keytruda®
Biliäres Karzinom mit MSI-H oder dMMR, vorbehandelt
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.08.2022 – Zulassung: 25.04.2022 |
|---|---|
| Beschluss | 19.01.2023 |
| Wirkstoff | Pembrolizumab |
| Handelsname | Keytruda® |
| Pharm. Unternehmer | MSD Sharp & Dohme GmbH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-842 |
| ATC-Code | L01FF02 PD-1/PDL-1-Inhibitoren (L01FF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C22.1Intrahepatisches Gallengangskarzinom, C23Bösartige Neubildung der Gallenblase, C24.0Bösartige Neubildung: Extrahepatischer Gallengang, C24.1Bösartige Neubildung: Ampulla hepatopancreatica (Ampulla Vateri), C24.8Bösartige Neubildung: Gallenwege, mehrere Teilbereiche überlappend, C24.9Bösartige Neubildung: Gallenwege, nicht näher bezeichnet |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I103101Bösartige Neubildung der Gallenwege, I26089Bösartige Neubildung der Gallenblase, I29978Intrahepatisches Gallengangskarzinom, I29985Bösartige Neubildung des extrahepatischen Gallenganges, I84940Bösartige Neubildung der Ampulla hepatopancreatica, I85652Bösartige Neubildung der intra- und extrahepatischen Gallengänge |
| DDD Tagesdosis | 9.5 mg parenteral |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen Biliäres Karzinom (BTC) / Cholangiokarzinom |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Besonderheit | Bundling |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
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Keytruda ist als Monotherapie zur Behandlung der folgenden Tumoren mit MSI-H oder mit einer dMMR bei Erwachsenen angezeigt: - nicht resezierbares oder metastasierendes biliäres Karzinom mit einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| Erwachsene mit nicht-resezierbarem oder metastasierendem biliären Karzinom mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder mit einer Mismatch-Reparatur Defizienz (dMMR) und Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie | Therapie nach ärztlicher Maßgabe |
Studien und Ergebnisse
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Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
1 (KEYNOTE 158) |
|---|---|
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Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
Single-Arm + sonstiger Vergleich |
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Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
- Klinische Studien
- Bei der Studie KEYNOTE 158 handelt es sich um eine seit Februar 2016 laufende, multizentrische, offene, einarmige Phase II Studie.
- Bei der Studie ABC-06 handelt es sich um eine abgeschlossene, multizentrische, offene, randomisierte, kontrollierte Phase III Studie, in der erwachsene Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem biliären Karzinom, die bereits eine Therapie mit Cisplatin und Gemcitabin in der Erstlinie erhalten hatten, den Studienarmen ASC (Aktive Symptom Kontrolle) oder ASC in Kombination mit Folinsäure, 5-Fluorouracil und Oxaliplatin (FOLFOX) zugeteilt wurden.
Erwachsene mit nicht resezierbarem oder metastasierendem biliären Karzinom mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) und Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie
- Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Insgesamt sind die vorgelegten Daten nicht geeignet, einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nachzuweisen, weshalb ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasierendem biliären Karzinom mit MSI-H oder einer dMMR und einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie, nicht belegt ist.
- Mortalität
- Der pharmazeutische Unternehmer legt Vergleiche einzelner Arme der Studien KEYNOTE 158 und ABC-06 für die Endpunkte Gesamtmortalität und objektive Ansprechrate vor.
- Morbidität - Objektive Ansprechrate
- Der pharmazeutische Unternehmer legt Vergleiche einzelner Arme der Studien KEYNOTE 158 und ABC-06 für die Endpunkte Gesamtmortalität und objektive Ansprechrate vor.
- Morbidität - Progressionsfreies Überleben
- Für die Endpunkte progressionsfreies Überleben und schwere unerwünschte Ereignisse stellt der pharmazeutische Unternehmer die Ergebnisse der beiden Studien deskriptiv gegenüber.
- Nebenwirkungen - Schwere unerwünschte Ereignisse
- Für die Endpunkte progressionsfreies Überleben und schwere unerwünschte Ereignisse stellt der pharmazeutische Unternehmer die Ergebnisse der beiden Studien deskriptiv gegenüber.
- Fazit
- Diese Vergleiche sind aufgrund der fehlenden Randomisierung mit einer inhärenten Unsicherheit behaftet und stellen keine adäquate Methode eines indirekten Vergleichs dar.
- Zudem liegen keine Effekte vor, für die in der vorliegenden Situation eines Vergleichs einzelner Arme sicher ausgeschlossen werden kann, dass sie nicht allein durch eine systematische Verzerrung durch Störgrößen zustande kommen.
- Insgesamt sind die vorgelegten Daten nicht geeignet, einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nachzuweisen, weshalb ein Zusatznutzen von Pembrolizumab als Monotherapie nicht belegt ist.
Zugehörige Verfahren
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