Pembrolizumab (41) – Keytruda®
Resezierbares lokal fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region, PD-L1-Expression ≥ 1 %, neoadjuvante und adjuvante Therapie, Kombination mit Strahlentherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.12.2025 – Zulassung: 24.10.2025 |
|---|---|
| Beschluss | 21.05.2026 |
| Wirkstoff | Pembrolizumab |
| Handelsname | Keytruda® |
| Pharm. Unternehmer | MSD Sharp & Dohme GmbH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-1264 |
| ATC-Code | L01FF02 PD-1/PDL-1-Inhibitoren (L01FF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C00.0Bösartige Neubildung: Äußere Oberlippe, C00.1Bösartige Neubildung: Äußere Unterlippe, C00.2Bösartige Neubildung: Äußere Lippe, nicht näher bezeichnet, C00.3Bösartige Neubildung: Oberlippe, Innenseite, C00.4Bösartige Neubildung: Unterlippe, Innenseite, C00.5Bösartige Neubildung: Lippe, nicht näher bezeichnet, Innenseite, C00.6Bösartige Neubildung: Lippenkommissur, C00.8Bösartige Neubildung: Lippe, mehrere Teilbereiche überlappend, C00.9Bösartige Neubildung: Lippe, nicht näher bezeichnet, C01Bösartige Neubildung des Zungengrundes, C02.0Bösartige Neubildung: Zungenrücken, C02.1Bösartige Neubildung: Zungenrand, C02.2Bösartige Neubildung: Zungenunterfläche, C02.3Bösartige Neubildung: Vordere zwei Drittel der Zunge, Bereich nicht näher bezeichnet, C02.4Bösartige Neubildung: Zungentonsille, C02.8Bösartige Neubildung: Zunge, mehrere Teilbereiche überlappend, C02.9Bösartige Neubildung: Zunge, nicht näher bezeichnet, C03.0Bösartige Neubildung: Oberkieferzahnfleisch, C03.1Bösartige Neubildung: Unterkieferzahnfleisch, C03.9Bösartige Neubildung: Zahnfleisch, nicht näher bezeichnet, C04.0Bösartige Neubildung: Vorderer Teil des Mundbodens, C04.1Bösartige Neubildung: Seitlicher Teil des Mundbodens, C04.8Bösartige Neubildung: Mundboden, mehrere Teilbereiche überlappend, C04.9Bösartige Neubildung: Mundboden, nicht näher bezeichnet, C05.0Bösartige Neubildung: Harter Gaumen, C05.1Bösartige Neubildung: Weicher Gaumen, C05.2Bösartige Neubildung: Uvula, C05.8Bösartige Neubildung: Gaumen, mehrere Teilbereiche überlappend, C05.9Bösartige Neubildung: Gaumen, nicht näher bezeichnet, C06.0Bösartige Neubildung: Wangenschleimhaut, C06.1Bösartige Neubildung: Vestibulum oris, C06.2Bösartige Neubildung: Retromolarregion, C06.8Bösartige Neubildung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Teile des Mundes, mehrere Teilbereiche überlappend, C06.9Bösartige Neubildung: Mund, nicht näher bezeichnet, C07Bösartige Neubildung der Parotis, C08.0Bösartige Neubildung: Glandula submandibularis, C08.1Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis, C08.9Bösartige Neubildung: Große Speicheldrüse, nicht näher bezeichnet, C09.0Bösartige Neubildung: Fossa tonsillaris, C09.1Bösartige Neubildung: Gaumenbogen (vorderer) (hinterer), C09.8Bösartige Neubildung: Tonsille, mehrere Teilbereiche überlappend, C09.9Bösartige Neubildung: Tonsille, nicht näher bezeichnet, C10.0Bösartige Neubildung: Vallecula epiglottica, C10.1Bösartige Neubildung: Vorderfläche der Epiglottis, C10.2Bösartige Neubildung: Seitenwand des Oropharynx, C10.3Bösartige Neubildung: Hinterwand des Oropharynx, C10.4Bösartige Neubildung: Kiemengang, C10.8Bösartige Neubildung: Oropharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C10.9Bösartige Neubildung: Oropharynx, nicht näher bezeichnet, C11.0Bösartige Neubildung: Obere Wand des Nasopharynx, C11.1Bösartige Neubildung: Hinterwand des Nasopharynx, C11.2Bösartige Neubildung: Seitenwand des Nasopharynx, C11.3Bösartige Neubildung: Vorderwand des Nasopharynx, C11.8Bösartige Neubildung: Nasopharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C11.9Bösartige Neubildung: Nasopharynx, nicht näher bezeichnet, C12Bösartige Neubildung des Recessus piriformis, C13.0Bösartige Neubildung: Regio postcricoidea, C13.1Bösartige Neubildung: Aryepiglottische Falte, hypopharyngeale Seite, C13.2Bösartige Neubildung: Hinterwand des Hypopharynx, C13.8Bösartige Neubildung: Hypopharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C13.9Bösartige Neubildung: Hypopharynx, nicht näher bezeichnet, C14.0Bösartige Neubildung: Pharynx, nicht näher bezeichnet, C14.2Bösartige Neubildung: Lymphatischer Rachenring (Waldeyer), C14.8Bösartige Neubildung: Lippe, Mundhöhle und Pharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C30.0Bösartige Neubildung: Nasenhöhle, C30.1Bösartige Neubildung: Mittelohr, C31.0Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris (Kieferhöhle), C31.1Bösartige Neubildung: Sinus ethmoidalis (Siebbeinzellen), C31.2Bösartige Neubildung: Sinus frontalis (Stirnhöhle), C31.3Bösartige Neubildung: Sinus sphenoidalis (Keilbeinhöhle), C31.8Bösartige Neubildung: Nasennebenhöhlen, mehrere Teilbereiche überlappend, C31.9Bösartige Neubildung: Nasennebenhöhle, nicht näher bezeichnet, C32.0Bösartige Neubildung: Glottis, C32.1Bösartige Neubildung: Supraglottis, C32.2Bösartige Neubildung: Subglottis, C32.3Bösartige Neubildung: Larynxknorpel, C32.8Bösartige Neubildung: Larynx, mehrere Teilbereiche überlappend, C32.9Bösartige Neubildung: Larynx, nicht näher bezeichnet, C33Bösartige Neubildung der Trachea Mehr anzeigen >> |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I102135Bösartige Neubildung des vorderen Zungenteils a.n.k., I102313Bösartige Neubildung der Zunge an der Übergangszone, I103335Bösartige Neubildung der Epiglottisvorderfläche, I103467Bösartige Neubildung des Überganges zwischen hartem und weichem Gaumen, I104480Bösartige Neubildung des Vestibulum oris, I104900Bösartige Neubildung der Regio postcricoidea, I104906Bösartige Neubildung des Schildknorpels, I105337Bösartige Neubildung der Seitenwand des Oropharynx, I105338Bösartige Neubildung der Hinterwand des Oropharynx, I105339Bösartige Neubildung des Oropharynx, I105736Bösartige Neubildung der Außenseite der Lippe, I105738Bösartige Neubildung der Innenseite der Lippe, I105739Bösartige Neubildung der Lippenkommissur, I106104Bösartige Neubildung der oberen Wand des Nasenrachenraums, I106105Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Nasenrachenraums, I106106Bösartige Neubildung der seitlichen Wand des Nasenrachenraums, I106109Bösartige Neubildung der vorderen Wand des Nasenrachenraums, I106112Bösartige Neubildung des Nasopharynx, I107094Bösartige Neubildung der hinteren Wand des Hypopharynx, I107749Bösartige Neubildung der Trachea, I133728Plattenepithelkarzinom der Lippe, mehrere Teilbereiche überlappend, I134241Plattenepithelkarzinom des Hypopharynx, mehrere Teilbereiche überlappend, I134248Plattenepithelkarzinom der Nasennebenhöhlen, mehrere Teilbereiche überlappend, I134266Nasopharynxkarzinom, mehrere Teilbereiche überlappend, I134830Plattenepithelkarzinom des Larynx, mehrere Teilbereiche überlappend, I136507Basalzellkarzinom des Mundbodens, mehrere Teilbereiche überlappend, I17123Bösartige Neubildung der Zunge, I18831Bösartige Neubildung der Lippe, I24894Bösartige Neubildung des Zungengrundes, I25253Bösartige Neubildung der äußeren Oberlippe, I25260Bösartige Neubildung der äußeren Unterlippe, I25262Bösartige Neubildung der Innenseite der Oberlippe, I25265Bösartige Neubildung der Innenseite der Unterlippe, I25279Bösartige Neubildung des Zungenrückens, I25287Bösartige Neubildung der Zungenunterfläche, I25294Bösartige Neubildung der Zungentonsille, I25301Bösartige Neubildung der Parotis, I25307Bösartige Neubildung der Glandula submandibularis, I25313Bösartige Neubildung der Glandula sublingualis, I25320Bösartige Neubildung des Zahnfleisches, I25323Bösartige Neubildung des Mundbodens, I25324Bösartige Neubildung der Wangenschleimhaut, I25330Bösartige Neubildung des harten Gaumens, I25333Bösartige Neubildung des weichen Gaumens, I25336Bösartige Neubildung der Uvula, I25381Bösartige Neubildung der Tonsillen, I25382Bösartige Neubildung des Gaumenbogens, I25385Bösartige Neubildung des Recessus piriformis, I25391Bösartige Neubildung des Hypopharynx, I25392Bösartige Neubildung des Waldeyer-Rachenrings, I25430Bösartige Neubildung der Nasennebenhöhle, I25438Bösartige Neubildung der Nasenhöhle, I25446Bösartige Neubildung des Mittelohres, I25450Bösartige Neubildung des Sinus maxillaris, I25457Bösartige Neubildung des Sinus ethmoidalis, I25463Bösartige Neubildung des Sinus frontalis, I25467Bösartige Neubildung des Sinus sphenoidalis, I25472Bösartige Neubildung der Glottis, I25474Bösartige Neubildung der Subglottis, I29848Bösartige Neubildung des Zungenrandes, I29869Bösartige Neubildung des vorderen Teils des Mundbodens, I29872Bösartige Neubildung des seitlichen Teils des Mundbodens, I29875Bösartige Neubildung des Gaumens, I29882Bösartige Neubildung der Retromolarregion, I29886Mundkrebs, I29888Bösartige Neubildung der Fossa tonsillaris, I29892Bösartige Neubildung der Vallecula epiglottica, I29931Bösartige Neubildung des Mundrachenraums, I29998Bösartige Neubildung des Larynx, I30003Bösartige Neubildung der Supraglottis, I84691Bösartige Neubildung des Pharynx, I84771Bösartige Neubildung des Unterkieferzahnfleisches, I84773Bösartige Neubildung des Oberkieferzahnfleisches, I84903Bösartige Neubildung einer branchiogenen Zyste, I84958Bösartige Neubildung großer Speicheldrüsen, I84962Bösartige Neubildung der Übergangsregion des Oropharynx, I85649Bösartige Neubildung der hypopharyngealen Seite der aryepiglottischen Falte Mehr anzeigen >> |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
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KEYTRUDA® ist als Monotherapie zur neoadjuvanten Behandlung und anschließend zur adjuvanten Behandlung in Kombination mit Strahlentherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie und dann als Monotherapie des resezierbaren lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| a) | Erwachsene mit resezierbarem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf- Hals-Region, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 1 exprimieren, die für eine cisplatinbasierte Therapie geeignet sind; neoadjuvante und adjuvante Therapie | Ein Therapieschema bestehend aus − einer Operation (Tumorresektion) − gefolgt von einer individualisierten Therapie unter Auswahl von: o adjuvanter Radiochemotherapie mit Cisplatin und o adjuvanter Radiotherapie |
| b) | Erwachsene mit resezierbarem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf- Hals-Region, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 1 exprimieren, die für eine cisplatinbasierte Therapie nicht geeignet sind; neoadjuvante und adjuvante Therapie | Ein Therapieschema bestehend aus: − einer Operation (Tumorresektion) − gefolgt von einer individualisierten Therapie unter Auswahl von: o adjuvanter Radiochemotherapie mit: o Mitomycin + 5-FU oder o Carboplatin + 5-FU oder o Docetaxel und o adjuvanter Radiotherapie |
Studien und Ergebnisse
- Klinische Studien
- Die Studie KEYNOTE 689 ist eine laufende, multizentrische, offene, randomisierte, kontrollierte Phase III Studie in der Pembrolizumab als neoadjuvante Therapie sowie als postoperativ adjuvante Therapie in Kombination mit Radiotherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie gefolgt von Pembrolizumab als Monotherapie gegenüber postoperativer adjuvanter Radiotherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit resezierbarem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region verglichen wird.
a) Erwachsene mit resezierbarem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 1 exprimieren, die für eine cisplatinbasierte Therapie geeignet sind; neoadjuvante und adjuvante Therapie
- Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
- In der Gesamtbetrachtung stellen die Limitationen, die sich aus der vorliegenden Datenlage ergeben, den Vorteil im Gesamtüberleben nicht infrage. Insgesamt gelangt der G-BA zu dem Ergebnis, dass für Pembrolizumab als Monotherapie zur neoadjuvanten Behandlung und anschließend zur adjuvanten Behandlung in Kombination mit Strahlentherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie und dann als Monotherapie ein geringer Zusatznutzen gegenüber dem entsprechenden Therapieschema ohne Pembrolizumab vorliegt.
- Mortalität
- Das Gesamtüberleben ist in der Studie KEYNOTE 689 ein sekundärer Endpunkt und als Zeit zwischen Randomisierung und dem Tod aus jeglicher Ursache definiert.
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Pembrolizumab, dessen Ausmaß als eine relevante, jedoch nicht über ein geringes Ausmaß hinausgehende Verbesserung bewertet wird.
- Morbidität - Scheitern des kurativen Therapieansatzes
- Patientinnen und Patienten im vorliegenden Anwendungsgebiet werden mit einem kurativen Therapieansatz behandelt. Das Scheitern eines kurativen Therapieansatzes ist grundsätzlich patientenrelevant.
- Aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten zu den qualifizierenden Ereignissen und durch die fehlenden Angaben zu den Patientinnen und Patienten, die die Therapie nach der Randomisierung nicht begonnen haben, sind die Ergebnisse zum Endpunkt EFS gemäß BICR nicht geeignet und werden nicht für die Bewertung herangezogen.
- Zusammengenommen sind die vorgelegten Analysen zum post-hoc adaptierten EFS sowie die zugehörigen Sensitivitätsanalysen 1 und 3 aufgrund der eingehenden Annahmen zu den Patientinnen und Patienten, die nach der Randomisierung keine Behandlung begonnen haben, nicht sinnvoll interpretierbar und werden daher nicht für die Bewertung herangezogen.
- Dagegen wird die Sensitivitätsanalyse 2 hinsichtlich der eingehenden Annahmen als sinnvoll interpretierbar eingeschätzt.
- Aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten unter den oben dargestellten verschiedenen Analysen zum EFS, sind die Ergebnisse zum EFS nicht geeignet, das Scheitern des kurativen Therapieansatzes hinreichend sicher abzubilden und werden nicht für die Bewertung herangezogen. Somit liegen keine geeigneten Daten für das Scheitern des kurativen Therapieansatzes vor.
- Morbidität - Symptomatik
- Die Symptomatik wurde in der Studie KEYNOTE 689 mittels der Symptomskalen der Fragebögen EORTC QLQ-C30 und EORTC QLQ-H&N35 erhoben.
- Insgesamt sind die Ergebnisse der patientenberichteten Endpunkte zur Symptomatik wegen der zwischen den Studienarmen unterschiedlichen Erhebungen, insbesondere zu Baseline, nicht zur Bewertung des Zusatznutzens geeignet.
- Morbidität - Gesundheitszustand
- Der Gesundheitszustand wird in der Studie KEYNOTE 689 mittels der visuellen Analogskala (VAS) des EQ-5D erhoben.
- Aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten unter den Ausführungen zur Symptomatik sind die Ergebnisse der patientenberichteten Endpunkte zum Gesundheitszustand nicht geeignet und werden nicht für die Bewertung herangezogen.
- Morbidität
- Die Ergebnisse sowohl zum Endpunkt EFS als auch zu den patientenberichteten Endpunkten zur Symptomatik und zum Gesundheitszustand sind nicht interpretierbar und werden nicht für die Bewertung herangezogen. Damit liegen insgesamt für die Kategorie Morbidität keine bewertbaren Daten vor.
- Gesundheitsbezogene Lebensqualität
- Die Lebensqualität wurde in der Studie KEYNOTE 689 mittels der Funktionsskalen der Fragebögen EORTC QLQ-C30 und EORTC QLQ-H&N35 erhoben.
- Aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten unter den Ausführungen zur Symptomatik sind die Ergebnisse der patientenberichteten Endpunkte zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität nicht geeignet.
- Nebenwirkungen - Unerwünschte Ereignisse (UE) gesamt
- In der Studie KEYNOTE 689 trat in beiden Studienarmen bei fast allen Patientinnen und Patienten ein UE auf. Die Ergebnisse werden nur ergänzend dargestellt.
- Gesamtbewertung
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Pembrolizumab, dessen Ausmaß als eine relevante, jedoch nicht über ein geringes Ausmaß hinausgehende Verbesserung bewertet wird.
- In der Endpunktkategorie Morbidität liegen für den Endpunkt Symptomatik, erhoben mittels EORTC QLQ-C30, EORTC QLQ-H&N35 und dem mit dem EQ-5D VAS erhobenen Gesundheitszustand aufgrund deutlich unterschiedlicher Erhebungen zwischen den Studienarmen, insbesondere zu Baseline, keine geeigneten Daten vor.
- Die Ergebnisse zum Endpunkt Ereignisfreies Überleben (EFS) sind vorliegend nicht geeignet, das Scheitern des kurativen Therapieansatzes hinreichend sicher abzubilden.
- Damit liegen insgesamt für die Kategorie Morbidität keine bewertbaren Daten vor.
- Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (erhoben mittels EORTC QLQ-C30 und -H&N35) liegen aufgrund deutlich unterschiedlicher Erhebungen zwischen den Studienarmen, insbesondere zu Baseline, keine geeigneten Daten vor.
- Bei den Endpunkten zu Nebenwirkungen sind die Ergebnisse aus den jeweiligen Ereigniszeitanalysen für die Endpunkte schwerwiegende UE und Abbruch wegen UE aufgrund der jeweils nicht erfüllten Proportional-Hazard-Annahme nicht interpretierbar. Der statistisch signifikante Unterschied zugunsten von Pembrolizumab aus der Ereigniszeitanalyse im Endpunkt schwere UE basiert lediglich auf einem späteren Auftreten von schweren UEs, weshalb in der Gesamtbetrachtung allein auf Basis dieses Ergebnisses kein Vorteil für Pembrolizumab abgeleitet wird. In der Kategorie Nebenwirkungen wird insgesamt weder ein Vorteil noch ein Nachteil festgestellt.
- In der Gesamtbetrachtung liegt ein Vorteil im Gesamtüberleben vor, dessen Ausmaß als eine relevante Verbesserung bewertet wird. Für das Scheitern des kurativen Therapieansatzes liegen keine geeigneten Daten vor. Ebenfalls liegen zu weiteren patientenrelevanten Endpunkten zur Morbidität sowie zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität keine geeigneten Daten vor. Hinsichtlich der Nebenwirkungen sind die vorliegenden Daten nur eingeschränkt bewertbar. In der Gesamtbetrachtung stellen diese Limitationen den Vorteil im Gesamtüberleben jedoch nicht infrage.
b) Erwachsene mit resezierbarem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 1 exprimieren, die für eine cisplatinbasierte Therapie nicht geeignet sind; neoadjuvante und adjuvante Therapie
- Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- Es liegen keine Daten vor, die eine Bewertung des Zusatznutzens ermöglichen. In seinem Dossier legt der pharmazeutische Unternehmer lediglich Daten zur Teilpopulation der Patientinnen und Patienten, die für eine Cisplatin-basierte Therapie geeignet sind vor (Patientenpopulation a).
Zugehörige Verfahren
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