Dapagliflozin (4) – Forxiga®

Diabetes mellitus Typ 2

Steckbrief

Start des Verfahrens 01.07.2019 – Zulassung: 11.11.2012
Beschluss 19.12.2019
Wirkstoff Dapagliflozin
Handelsname Forxiga®
Pharm. Unternehmer AstraZeneca GmbH
G-BA Vorgangsnummer D-461
ATC-Code A10BK01 SGLT2-Inhibitoren (A10BK)
ICD-10 Codes (AIS) E11.01Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E11.11Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E11.20Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.21Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.30Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.31Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.40Diabetes mellitus, Typ 2: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.41Diabetes mellitus, Typ 2: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.50Diabetes mellitus, Typ 2: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.51Diabetes mellitus, Typ 2: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.60Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.61Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.72Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E11.73Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E11.74Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E11.75Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E11.80Diabetes mellitus, Typ 2: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.81Diabetes mellitus, Typ 2: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.90Diabetes mellitus, Typ 2: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.91Diabetes mellitus, Typ 2: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.01Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E12.11Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E12.20Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.21Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.30Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.31Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.40Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.41Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.50Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.51Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.60Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.61Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.72Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E12.73Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E12.74Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E12.75Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E12.80Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.81Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.90Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.91Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.01Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E13.11Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E13.20Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.21Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.30Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.31Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.40Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.41Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.50Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.51Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.60Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.61Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.72Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E13.73Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E13.74Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E13.75Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E13.80Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.81Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.90Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.91Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.01Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E14.11Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E14.20Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.21Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.30Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.31Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.40Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.41Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.50Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.51Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.60Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.61Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.72Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E14.73Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E14.74Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E14.75Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E14.80Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.81Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.90Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.91Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet Mehr anzeigen >>
Alpha-ID Codes (AIS) I110911Diabetisches Fußsyndrom, I110976Diabetes mellitus mit Augenkomplikation, I110978Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation, I111029Diabetes mellitus mit Komplikation, I111031Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation, I111458Sekundärer Diabetes mellitus, I111462Diabetische Entgleisung, I111702Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie, I111707Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen, I115660Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom, I119462Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition), I127364Insulinresistenz-Syndrom, Typ A, I127626Wolfram-Syndrom, I2202Diabetes mellitus ohne Komplikation, I25564Diabetes mellitus mit Koma, I31391Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, I97452Diabetes mellitus mit Hypoglykämie, I98004Diabetes mellitus mit Ketoazidose, I98511Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus, I99009Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma, I99030Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation, I99034Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, I99037Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation, I99064Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus, I99192Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose, I99238Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
DDD Tagesdosis 10 mg oral
Therapeutisches Gebiet Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus (DM Typ 1-2)
Grund des Verfahrens Neubewertung: §14 (Antrag Hersteller)
Ursprünglicher Beschluss: Dapagliflozin (2) (21.06.2018)
Besonderheit Kombinationstherapie

Anwendungsgebiet des Beschlusses

Forxiga ist bei erwachsenen Patienten indiziert zur Behandlung von unzureichend kontrolliertem Typ-2-Diabetes mellitus in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung

– als Monotherapie, wenn Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird.

– zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Typ-2-Diabetes.

Patientengruppe Indikation ZVT
a1) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und für die die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit nicht geeignet ist, bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)
a2) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und für die die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit nicht geeignet ist, bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid)
b1) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko Metformin + Glibenclamid oder Metformin + Glimepirid oder Metformin + Empagliflozin
b2) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten Metformin + Sulfonylharnstoff (Glibenclamid oder Glimepirid) oder Metformin + Empagliflozin oder Metformin + Liraglutid
c1) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten ohne hohes kardiovaskulär Risiko Humaninsulin + Metformin oder nur Humaninsulin, wenn Metformin gemäß Fachinformation unverträglich oder kontraindiziert oder aufgrund eines fortgeschrittenen Diabetes mellitus Typ 2 nicht ausreichend wirksam ist
c2) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten Humaninsulin + Metformin oder Humaninsulin + Empagliflozin oder Humaninsulin + Liraglutid oder Humaninsulin, wenn die bestimmten Kombinationspartner gemäß Fachinformation unverträglich oder kontraindiziert oder aufgrund eines fortgeschrittenen Diabetes mellitus Typ 2 nicht ausreichend wirksam sind
d1) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten ohne hohes kardiovaskulär Risiko Optimierung des Humaninsulinregimes (ggf. + Metformin)
d2) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten Optimierung des Humaninsulinregimes (ggf. + Metformin oder Empagliflozin oder Liraglutid)

Studien und Ergebnisse

Anzahl Studien
(beste Patientengruppe)
1 (declare timi 58)
Studiendesign
(beste Patientengruppe)
H2H vs. ZVT
Metaanalyse
(beste Patientengruppe)
nein
Grund für Patientengruppenbildung (G-BA) Anzahl Arzneimittel, Vorbehandlung, Patienten-Eignung

  • Klinische Studien
    • In die Studie DECLARE-TIMI 58 wurden erwachsene Patienten im Alter ≥ 40 Jahre mit Diabetes mellitus Typ 2 mit einem HbA1c-Wert im Bereich von ≥ 6,5 % und < 12 % eingeschlossen, die ein hohes kardiovaskuläres Risiko aufwiesen.
    • Bei der Studie DECLARE-TIMI 58 handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde placebokontrollierte zweiarmige Studie, die multizentrisch in Afrika, Asien Australien, Europa, Nord- und Südamerika durchgeführt wurde.

a1) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und für die die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit nicht geeignet ist - bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Es wurde keine Studie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Sulfonylharnstoff: Glibenclamid oder Glimepirid) vorgelegt, die geeignet gewesen wäre, um den Zusatznutzen einer Dapagliflozin-Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2, in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung, zu bewerten, wenn eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Dapagliflozin als Monotherapie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.

a2) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, und für die die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit nicht geeignet ist - bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Es wurde keine Studie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Sulfonylharnstoff: Glibenclamid oder Glimepirid) vorgelegt, die geeignet gewesen wäre, um den Zusatznutzen einer Dapagliflozin-Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ-2, in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung, zu bewerten, wenn eine Anwendung von Metformin aufgrund von Unverträglichkeit als ungeeignet erachtet wird.
  • In der für eine Bewertung des Zusatznutzens bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko in Kombination mit weiterer Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren vorgelegten Studie DECLARE-TIMI 58 wurden lediglich 1,9 % der Patienten mit Dapagliflozin ohne weitere antidiabetische Medikation behandelt.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Dapagliflozin als Monotherapie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.

b1) die Behandlung mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) - bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Es wurden keine Studie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Metformin in Kombination mit Sulfonylharnstoff oder mit Empagliflozin) vorgelegt, die geeignet gewesen wäre, um den Zusatznutzen von Dapagliflozin in der Kombinationstherapie mit einem weiteren blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) bei erwachsenen Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 zu bewerten, wenn die Behandlung mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.

b2) die Behandlung mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) - bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten

  • Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
  • Siehe Ausführungen zu patientengruppenübergreifenden Aspekten, S. 10 ff.
  • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.
  • Mortalität
    • Es liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Gesamtmortalität und des Endpunkts „tödlicher Myokardinfarkt“ bzw. „tödlicher Schlaganfall“ vor.
    • Im kombinierten Endpunkt MACE und im Endpunkt kardiovaskulärer Tod zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Morbidität - Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Nierenerkrankung (kombinierter Endpunkt)
    • Bei der „Nierenerkrankung“ handelt es sich um einen kombinierten Endpunkt hinsichtlich Folgekomplikationen aufgrund einer Nierenerkrankung, der aus folgenden Einzelkomponenten besteht: bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR zu eGFR < 60 ml/min/1,73 m², Nierenerkrankung im Endstadium, Nierentod.
    • Im kombinierten Endpunkt Nierenerkrankung, sowie jeweils für die Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin gegenüber der Kontrolle.
  • Nebenwirkungen - Gesamtrate der schweren unerwünschten Ereignisse (SUE)
    • Diese Daten zur Gesamtrate von SUE zeigen einen statistisch signifikanten Unterschied zum Vorteil von Dapagliflozin.
  • Nebenwirkungen - Therapieabbruch wegen unerwünschter Ereignisse (UE)
    • Für die Endpunkte „Abbruch wegen UE“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin gegenüber dem Vergleichsarm.
  • Nebenwirkungen - Blasenkarzinom
    • Für den Endpunkt Blasenkarzinom ergibt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin.
  • Gesamtbewertung
    • In der Kategorie Morbidität in den Endpunkten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz), im kombinierten Endpunkt bezüglich einer Nierenerkrankung bzw. in den Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ sowie in der Kategorie Nebenwirkungen in den Endpunkten „Gesamtrate der SUE“ und beim spezifischen UE „Blasenkarzinom“ zeigen sich jeweils statistisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
    • Im Gegensatz dazu zeigt sich in den Endpunkten „Therapieabbruch wegen UE und beim spezifischen UE „definitive diabetische Ketoazidosen (DKA)“ jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin.
    • Vor dem Hintergrund, dass die durchgeführte Therapieintensivierung insbesondere im Vergleichsarm hätte weiter optimiert werden können, ist die Studie insgesamt mit Unsicherheiten behaftet.
    • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.

c1) die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) - bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Es liegen keine Studien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Humaninsulin in Kombination mit Metformin) vor, die geeignet gewesen wären, um den Zusatznutzen von Dapagliflozin in der Kombinationstherapie mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) bei erwachsenen Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 zu bewerten, wenn die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.

c2) die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) - bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten

  • Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
  • Siehe Ausführungen zu patientengruppenübergreifenden Aspekten, S. 10 ff.
  • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.
  • Mortalität
    • Es liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Gesamtmortalität und des Endpunkts „tödlicher Myokardinfarkt“ bzw. „tödlicher Schlaganfall“ vor.
    • Im kombinierten Endpunkt MACE und im Endpunkt kardiovaskulärer Tod zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Morbidität - Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Nierenerkrankung (kombinierter Endpunkt)
    • Bei der „Nierenerkrankung“ handelt es sich um einen kombinierten Endpunkt hinsichtlich Folgekomplikationen aufgrund einer Nierenerkrankung, der aus folgenden Einzelkomponenten besteht: bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR zu eGFR < 60 ml/min/1,73 m², Nierenerkrankung im Endstadium, Nierentod.
    • Im kombinierten Endpunkt Nierenerkrankung, sowie jeweils für die Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin gegenüber der Kontrolle.
  • Nebenwirkungen - Gesamtrate der schweren unerwünschten Ereignisse (SUE)
    • Diese Daten zur Gesamtrate von SUE zeigen einen statistisch signifikanten Unterschied zum Vorteil von Dapagliflozin.
  • Nebenwirkungen - Therapieabbruch wegen unerwünschter Ereignisse (UE)
    • Für die Endpunkte „Abbruch wegen UE“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin gegenüber dem Vergleichsarm.
  • Nebenwirkungen - Blasenkarzinom
    • Für den Endpunkt Blasenkarzinom ergibt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin.
  • Gesamtbewertung
    • In der Kategorie Morbidität in den Endpunkten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz), im kombinierten Endpunkt bezüglich einer Nierenerkrankung bzw. in den Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ sowie in der Kategorie Nebenwirkungen in den Endpunkten „Gesamtrate der SUE“ und beim spezifischen UE „Blasenkarzinom“ zeigen sich jeweils statistisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
    • Im Gegensatz dazu zeigt sich in den Endpunkten „Therapieabbruch wegen UE und beim spezifischen UE „definitive diabetische Ketoazidosen (DKA)“ jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin.
    • Vor dem Hintergrund, dass die durchgeführte Therapieintensivierung insbesondere im Vergleichsarm hätte weiter optimiert werden können, ist die Studie insgesamt mit Unsicherheiten behaftet.
    • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.

d1) die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden - bei Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Es liegen keine Studien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Optimierung des Humaninsulinregimes, ggf. + Metformin) vor, die geeignet gewesen wären, um den Zusatznutzen von Dapagliflozin in der Kombinationstherapie mit Insulin bei erwachsenen Patienten ohne hohes kardiovaskuläres Risiko mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 zu bewerten, wenn die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) in Ergänzung zu einer Diät und Bewegung, den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.

d2) die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden - bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die weitere Medikation zur Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren erhalten

  • Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
  • Siehe Ausführungen zu patientengruppenübergreifenden Aspekten, S. 10 ff.
  • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.
  • Mortalität
    • Es liegen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Gesamtmortalität und des Endpunkts „tödlicher Myokardinfarkt“ bzw. „tödlicher Schlaganfall“ vor.
    • Im kombinierten Endpunkt MACE und im Endpunkt kardiovaskulärer Tod zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Morbidität - Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)
    • Im kombinierten Endpunkt Herzinsuffizienz bestehend aus den Einzelkomponenten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“ und „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz)“ zeigen sich jeweils in den Einzelkomponenten statisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
  • Morbidität - Nierenerkrankung (kombinierter Endpunkt)
    • Bei der „Nierenerkrankung“ handelt es sich um einen kombinierten Endpunkt hinsichtlich Folgekomplikationen aufgrund einer Nierenerkrankung, der aus folgenden Einzelkomponenten besteht: bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR zu eGFR < 60 ml/min/1,73 m², Nierenerkrankung im Endstadium, Nierentod.
    • Im kombinierten Endpunkt Nierenerkrankung, sowie jeweils für die Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin gegenüber der Kontrolle.
  • Nebenwirkungen - Gesamtrate der schweren unerwünschten Ereignisse (SUE)
    • Diese Daten zur Gesamtrate von SUE zeigen einen statistisch signifikanten Unterschied zum Vorteil von Dapagliflozin.
  • Nebenwirkungen - Therapieabbruch wegen unerwünschter Ereignisse (UE)
    • Für die Endpunkte „Abbruch wegen UE“ zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin gegenüber dem Vergleichsarm.
  • Nebenwirkungen - Blasenkarzinom
    • Für den Endpunkt Blasenkarzinom ergibt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Dapagliflozin.
  • Gesamtbewertung
    • In der Kategorie Morbidität in den Endpunkten „Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz“, „schwere Herzinsuffizienz (SMQ Herzinsuffizienz), im kombinierten Endpunkt bezüglich einer Nierenerkrankung bzw. in den Einzelkomponenten „bestätigte anhaltende ≥ 40 % Reduktion der eGFR“ und „Nierenerkrankung im Endstadium“ sowie in der Kategorie Nebenwirkungen in den Endpunkten „Gesamtrate der SUE“ und beim spezifischen UE „Blasenkarzinom“ zeigen sich jeweils statistisch signifikante Unterschiede zugunsten von Dapagliflozin.
    • Im Gegensatz dazu zeigt sich in den Endpunkten „Therapieabbruch wegen UE und beim spezifischen UE „definitive diabetische Ketoazidosen (DKA)“ jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Dapagliflozin.
    • Vor dem Hintergrund, dass die durchgeführte Therapieintensivierung insbesondere im Vergleichsarm hätte weiter optimiert werden können, ist die Studie insgesamt mit Unsicherheiten behaftet.
    • In der Gesamtschau wird ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Dapagliflozin in Kombination mit anderen Antidiabetika gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie in dieser Patientengruppe abgeleitet.

Zugehörige Verfahren

Dapagliflozin (8) Forxiga® AstraZeneca GmbH Herz-Kreislauf-Erkrankungen Chronische Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion LVEF > 40 % 1.270.000–1.400.000 100% Anhaltspunkt für geringer Zusatznutzen
Dapagliflozin (7) Forxiga® AstraZeneca GmbH Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus Typ 2, ≥ 10 Jahre 650–710 100% Zusatznutzen nicht belegt
Dapagliflozin (6) Forxiga® AstraZeneca GmbH Krankheiten des Urogenitalsystems Chronische Niereninsuffizienz 2.520.200–3.409.200 50% Anhaltspunkt für beträchtlicher Zusatznutzen
Dapagliflozin (5) Forxiga® AstraZeneca GmbH · Herz-Kreislauf-Erkrankungen Chronische Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion LVEF ≤ 40 % 2.061.700–2.273.000 100% Anhaltspunkt für beträchtlicher Zusatznutzen
Dapagliflozin (4) Forxiga® AstraZeneca GmbH Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus Typ 2 2.108.000 41% Anhaltspunkt für geringer Zusatznutzen
Dapagliflozin (3) Forxiga® AstraZeneca GmbH Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus Typ 1 0
19.200
100% Anhaltspunkt für geringer Zusatznutzen aufgehoben
Dapagliflozin (2) Forxiga® AstraZeneca GmbH Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus Typ 2 0
468.700
100% Zusatznutzen nicht belegt aufgehoben
Dapagliflozin (1) Forxiga® Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA/ AstraZeneca GmbH Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus Typ 2 0
896.100
100% Zusatznutzen nicht belegt aufgehoben


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