Abemaciclib (7) – Verzenios®
Mammakarzinom, HR+, HER2-, früh mit hohem Rezidivrisiko, Adjuvanz, Kombination mit endokriner Therapie
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.03.2026 – Zulassung: 01.04.2022 |
|---|---|
| Beschluss | 20.08.2026 |
| Wirkstoff | Abemaciclib |
| Handelsname | Verzenios® |
| Pharm. Unternehmer | Lilly Deutschland GmbH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-1303 |
| ATC-Code | L01EF03 CDK-Inhibitoren (L01EF) |
| ICD-10 Codes (AIS) | C50.0Bösartige Neubildung: Brustwarze und Warzenhof, C50.1Bösartige Neubildung: Zentraler Drüsenkörper der Brustdrüse, C50.2Bösartige Neubildung: Oberer innerer Quadrant der Brustdrüse, C50.3Bösartige Neubildung: Unterer innerer Quadrant der Brustdrüse, C50.4Bösartige Neubildung: Oberer äußerer Quadrant der Brustdrüse, C50.5Bösartige Neubildung: Unterer äußerer Quadrant der Brustdrüse, C50.6Bösartige Neubildung: Recessus axillaris der Brustdrüse, C50.8Bösartige Neubildung: Brustdrüse, mehrere Teilbereiche überlappend, C50.9Bösartige Neubildung: Brustdrüse, nicht näher bezeichnet |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I102868Bösartige Neubildung der äußeren 2 Quadranten der Brustdrüse, I102970Bösartige Neubildung des oberen inneren Quadranten der Brustdrüse, I102971Bösartige Neubildung des unteren inneren Quadranten der Brustdrüse, I102972Bösartige Neubildung des oberen äußeren Quadranten der Brustdrüse, I102973Bösartige Neubildung des unteren äußeren Quadranten der Brustdrüse, I102998Bösartige Neubildung des zentralen Drüsenkörpers der Brustdrüse, I102999Bösartige Neubildung des Recessus axillaris der Brustdrüse, I111628Bösartige Neubildung der Brustwarze und des Warzenhofes, I18052Mammakarzinom |
| Therapeutisches Gebiet | Onkologische Erkrankungen |
| Grund des Verfahrens | Neubewertung: Ablauf Befristung |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
|
(Beschluss vom 20. Oktober 2022): Siehe neues Anwendungsgebiet laut Zulassung.“ folgende Angabe eingefügt: |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| a) |
Postmenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko |
- ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol) allein, ggf. Tamoxifen falls Aromataseinhibitoren nicht geeignet sind oder - ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Exemestan) in Sequenz nach Tamoxifen oder - Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (kommt nur für Patientinnen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen infrage) oder - Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor |
| a) |
Prämenopausale und postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko – Tamoxifen (ggf. zusätzlich mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion) oder Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (kommt nur für Patientinnen mit einer Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen infrage) oder ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol oder Exemestan) in Kombination mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion (Exemestan nur in Kombination mit Triptorelin) oder Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor |
Tamoxifen (ggf. zusätzlich mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion) |
| a) |
Prämenopausale Frauen mit einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom im Frühstadium mit hohem Rezidivrisiko |
- Tamoxifen (ggf. zusätzlich mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion) oder - Olaparib als Monotherapie oder in Kombination mit einer endokrinen Therapie (kommt nur für Patientinnen mit einer Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen infrage) oder - ein Aromataseinhibitor (Anastrozol oder Letrozol oder Exemestan) in Kombination mit einer Ausschaltung der Ovarialfunktion (Exemestan nur in Kombination mit Triptorelin) oder - Ribociclib in Kombination mit einem Aromataseinhibitor |
Studien und Ergebnisse
- Klinische Studien
- Für den Nachweis eines Zusatznutzens hat der pharmazeutische Unternehmer im Dossier die Ergebnisse der noch laufenden, offenen, randomisierten, kontrollierten Studie MONARCH-E vorgelegt, in der Abemaciclib in Kombination mit endokriner Standardtherapie mit einer endokrinen Standardtherapie verglichen wird.
a) Verzenios in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von prämenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko
- Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
- In der Gesamtbetrachtung der vorliegenden Ergebnisse stehen der relevanten, aber nicht mehr als geringen Verbesserung im Gesamtüberleben und dem relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil hinsichtlich der Vermeidung von Rezidiven bedeutsame Nachteile bei den Nebenwirkungen gegenüber. Der G-BA kommt in einer Abwägungsentscheidung in der Gesamtschau zu dem Ergebnis, dass eine moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens und somit ein geringer Zusatznutzen für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie im Vergleich zu einer alleinigen endokrinen Therapie vorliegt.
- Mortalität
- Das Gesamtüberleben wurde in der Studie MONARCH-E definiert als die Zeit zwischen Randomisierung und Tod durch jegliche Ursache.
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie im Vergleich zum Kontrollarm.
- Das Ausmaß der erzielten Verlängerung des Gesamtüberlebens wird als eine relevante, aber nicht mehr als eine geringe Verbesserung bewertet.
- Morbidität - Rezidive (Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben (DFS))
- Patientinnen und Patienten im vorliegenden Anwendungsgebiet werden mit einem kurativen Therapieansatz behandelt. Das Scheitern eines kurativen Therapieansatzes ist grundsätzlich patientenrelevant. In Bezug darauf ist die Aussagekraft von Endpunkten zu Rezidiven davon abhängig, inwieweit die gewählten Einzelkomponenten dazu geeignet sind, das Scheitern der potenziellen Heilung durch den vorliegenden kurativen Therapieansatz hinreichend abzubilden.
- In der vorliegenden Nutzenbewertung werden zu Rezidiven sowohl die Rezidivrate als auch die Auswertung als DFS betrachtet. Beide Auswertungen umfassen jeweils die folgenden Ereignisse: lokales Brustkrebsrezidiv, regionäres invasives Brustkrebsrezidiv, Fernrezidiv, kontralateraler invasiver Brustkrebs, sekundäres Primärkarzinom (kein Brustkrebs), Tod jeglicher Ursache.
- Diese Operationalisierung wird als geeignet angesehen, um ein Scheitern der potenziellen Heilung durch den kurativen Therapieansatz abzubilden.
- Für den Endpunkt Rezidive liegt für die Endpunktkomponenten Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie gegenüber endokriner Therapie vor.
- Insgesamt wird in der Betrachtung beider Endpunktkomponenten ein relevanter, aber nicht mehr als ein geringer Vorteil hinsichtlich der Vermeidung von Rezidiven für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie festgestellt.
- Morbidität - Symptomatik (FACIT-Fatigue)
- In der Studie MONARCH-E wurde der Endpunkt Symptomatik mittels des validierten Erhebungsinstruments FACIT-Fatigue erhoben.
- Im Ergebnis zeigt sich für den Endpunkt Symptomatik ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Da das 95 %-KI der standardisierten Mittelwertdifferenz jedoch nicht vollständig außerhalb des Irrelevanzbereichs von - 0,2 bis 0,2 liegt, lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist.
- Lebensqualität - Functional Assessment of Cancer Therapy – Breast (FACT-B)
- Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wird in der Studie zudem anhand des krankheitsspezifischen Fragebogens FACT-B erfasst.
- Im Ergebnis zeigt sich für den Endpunkt gesundheitsbezogene Lebensqualität ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Da das 95 %-KI der standardisierten Mittelwertdifferenz jedoch nicht vollständig außerhalb des Irrelevanzbereichs von - 0,2 bis 0,2 liegt, lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist.
- Nebenwirkungen - Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE), schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) und Abbruch wegen UE
- Für die Endpunkte SUE, schwere UE und Abbruch wegen UE liegt jeweils ein statistisch signifikanter Nachteil für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie gegenüber dem Kontrollarm vor.
- Gesamtbewertung
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie, der insgesamt als eine relevante, aber nicht mehr als eine geringe Verbesserung bewertet wird.
- In der Kategorie Morbidität liegt ein relevanter, aber nicht mehr als ein geringer Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie bei der Vermeidung von Rezidiven vor. In der vorliegenden kurativen Therapiesituation stellt die Vermeidung von Rezidiven ein besonders relevantes Therapieziel dar. Für die Symptomatik (FACIT-Fatigue) zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Es lässt sich jedoch nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist. Für den Endpunkt Gesundheitszustand (EQ-5D VAS) liegt weder ein Vorteil noch ein Nachteil vor. Insgesamt wird ein Vorteil für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie abgeleitet.
- Bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (FACT-B) zeigt sich statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Es lässt sich jedoch nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist. Somit lässt sich für die gesundheitsbezogene Lebensqualität weder ein Vor- noch Nachteil feststellen.
- Hinsichtlich der Nebenwirkungen ist für Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie aufgrund der Nachteile bei den Endpunkten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, schwere unerwünschte Ereignisse und Abbruch wegen UE und im Detail auch bei den spezifischen UE insgesamt ein bedeutsamer Nachteil festzustellen.
- In der Gesamtbetrachtung der vorliegenden Ergebnisse stehen der relevanten, aber nicht mehr als geringen Verbesserung im Gesamtüberleben und dem relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil hinsichtlich der Vermeidung von Rezidiven bedeutsame Nachteile bei den Nebenwirkungen gegenüber. Der G-BA kommt in einer Abwägungsentscheidung in der Gesamtschau zu dem Ergebnis, dass eine moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens und somit ein geringer Zusatznutzen für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie im Vergleich zu einer alleinigen endokrinen Therapie vorliegt.
a) Verzenios in Kombination mit einer endokrinen Therapie für die adjuvante Behandlung von postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, nodal-positivem Brustkrebs im frühen Stadium mit einem hohen Rezidivrisiko
- Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
- In der Gesamtbetrachtung stehen dem relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil bei den Rezidiven bedeutsame Nachteile bei den Nebenwirkungen gegenüber. Für das Gesamtüberleben zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied. In einer Abwägungsentscheidung kommt der G-BA, vor dem Hintergrund der absoluten Differenz der Rezidivereignisse in den Behandlungsgruppen zu dem Ergebnis, dass die bedeutsamen Nachteile bei den Nebenwirkungen den relevanten, aber nicht mehr als geringen Vorteil beim Endpunkt Rezidive infrage stellen. Dabei wird berücksichtigt, dass die Aussagekraft der vorliegenden Ergebnisse zu Rezidiven limitiert ist, da Zensierungen bereits früh und dann kontinuierlich über den gesamten Verlauf sowie in relevantem Umfang auftraten. Somit wird festgestellt, dass ein Zusatznutzen für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie im Vergleich zu einer alleinigen endokrinen Therapie nicht belegt ist.
- Mortalität
- Das Gesamtüberleben wurde in der Studie MONARCH-E definiert als die Zeit zwischen Randomisierung und Tod durch jegliche Ursache.
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben liegt kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen vor.
- Morbidität - Rezidive (Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben (DFS))
- Patientinnen und Patienten im vorliegenden Anwendungsgebiet werden mit einem kurativen Therapieansatz behandelt. Das Scheitern eines kurativen Therapieansatzes ist grundsätzlich patientenrelevant. In Bezug darauf ist die Aussagekraft von Endpunkten zu Rezidiven davon abhängig, inwieweit die gewählten Einzelkomponenten dazu geeignet sind, das Scheitern der potenziellen Heilung durch den vorliegenden kurativen Therapieansatz hinreichend abzubilden.
- In der vorliegenden Nutzenbewertung werden zu Rezidiven sowohl die Rezidivrate als auch die Auswertung als DFS betrachtet. Beide Auswertungen umfassen jeweils die folgenden Ereignisse: lokales Brustkrebsrezidiv, regionäres invasives Brustkrebsrezidiv, Fernrezidiv, kontralateraler invasiver Brustkrebs, sekundäres Primärkarzinom (kein Brustkrebs), Tod jeglicher Ursache.
- Diese Operationalisierung wird als geeignet angesehen, um ein Scheitern der potenziellen Heilung durch den kurativen Therapieansatz abzubilden.
- Für den Endpunkt Rezidive liegt für die Endpunktkomponenten Rezidivrate und krankheitsfreies Überleben jeweils ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie gegenüber endokriner Therapie vor.
- Insgesamt wird in der Betrachtung beider Endpunktkomponenten ein relevanter, aber nicht mehr als ein geringer Vorteil hinsichtlich der Vermeidung von Rezidiven für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie festgestellt.
- Morbidität - Symptomatik (FACIT-Fatigue)
- In der Studie MONARCH-E wurde der Endpunkt Symptomatik mittels des validierten Erhebungsinstruments FACIT-Fatigue erhoben.
- Für den Endpunkt Symptomatik liegt ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie vor. Da das 95 %-KI der standardisierten Mittelwertdifferenz jedoch nicht vollständig außerhalb des Irrelevanzbereichs von - 0,2 bis 0,2 liegt, lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist.
- Morbidität - Gesundheitszustand (EQ-5D Visuelle Analogskala)
- Der Gesundheitszustand wurde mittels der Visuellen Analogskala des EQ-5D erhoben.
- Im Ergebnis zeigt sich für den Endpunkt Gesundheitszustand ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Da das 95 %-KI der standardisierten Mittelwertdifferenz jedoch nicht vollständig außerhalb des Irrelevanzbereichs von - 0,2 bis 0,2 liegt, lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist.
- Lebensqualität - Functional Assessment of Cancer Therapy – Breast (FACT-B)
- Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wird in der Studie zudem anhand des krankheitsspezifischen Fragebogens FACT-B erfasst.
- Für den Endpunkt gesundheitsbezogene Lebensqualität liegt ein statistisch signifikanter Nachteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie vor. Da das 95 %-KI der standardisierten Mittelwertdifferenz jedoch nicht vollständig außerhalb des Irrelevanzbereichs von - 0,2 bis 0,2 liegt, lässt sich nicht ableiten, dass der beobachtete Effekt relevant ist.
- Nebenwirkungen - Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE), schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) und Abbruch wegen UE
- Für die Endpunkte SUE, schwere UE und Abbruch wegen UE liegt jeweils ein statistisch signifikanter Nachteil für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie gegenüber dem Kontrollarm vor.
- Gesamtbewertung
- Für den Endpunkt Gesamtüberleben zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen.
- In der Kategorie Morbidität liegt ein relevanter, aber nicht mehr als ein geringer Vorteil von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie bei der Vermeidung von Rezidiven vor. In der vorliegenden kurativen Therapiesituation stellt die Vermeidung von Rezidiven ein besonders relevantes Therapieziel dar. Für die Symptomatik (FACIT-Fatigue) und den Gesundheitszustand (EQ-5D VAS) zeigten sich statistisch signifikante Nachteile von Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie. Es lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die beobachteten Effekte relevant sind. Insgesamt wird ein Vorteil für Abemaciclib in Kombination mit endokriner Therapie abgeleitet.
- Hinsichtlich der Nebenwirkungen ist für Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie aufgrund der Nachteile bei den Endpunkten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, schwere unerwünschte Ereignisse und Abbruch wegen UE und im Detail auch bei den spezifischen UE insgesamt ein bedeutsamer Nachteil festzustellen.
Zugehörige Verfahren
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