Risankizumab (2) – Skyrizi®
Psoriasis-Arthritis, Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.12.2021 – Zulassung: 15.11.2021 |
|---|---|
| Beschluss | 19.05.2022 |
| Wirkstoff | Risankizumab |
| Handelsname | Skyrizi® |
| Pharm. Unternehmer | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG |
| G-BA Vorgangsnummer | D-744 |
| ATC-Code | L04AC18 Interleukin-Inhibitoren (L04AC) |
| ICD-10 Codes (AIS) | L40.5Psoriasis-Arthropathie |
| DDD Tagesdosis | 1.67 mg parenteral |
| Therapeutisches Gebiet | Hauterkrankungen Psoriasis-Arthritis (PA) |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
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Skyrizi allein oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) wird angewendet zur Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (disease-modifying antirheumatic drugs, DMARDs) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| a) | Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben | Ein TNF-alpha-Antagonist (Adalimumab oder Certolizumab Pegol oder Etanercept oder Golimumab oder Infliximab) oder ein Interleukin-Inhibitor (Ixekizumab oder Secukinumab oder Ustekinumab), ggf. in Kombination mit Methotrexat |
| b) | Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden biologischen Antirheumatika (bDMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben | Der Wechsel auf ein anderes biologisches krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum (Adalimumab oder Certolizumab Pegol oder Etanercept oder Golimumab oder Infliximab oder Ixekizumab oder Secukinumab oder Ustekinumab), ggf. in Kombination mit Methotrexat |
Studien und Ergebnisse
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Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
2 (UltIMMa-1, UltIMMa-2) |
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Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
H2H vs. ZVT (off-label) |
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Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
| Grund für Patientengruppenbildung (G-BA) | Vorbehandlung |
- Klinische Studien
- Bei den Studien UltIMMa-1 und UltIMMa-2 handelt es sich um randomisierte, doppelblinde Zwillingsstudien mit identischem Studienprotokoll.
- In beiden Studien wurde Risankizumab im Vergleich zu Placebo und Ustekinumab bei Erwachsenen mit Plaque-Psoriasis untersucht.
a) Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.
- Für Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, ist ein Zusatznutzen von Risankizumab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.
- Aufgrund der fehlenden Informationen zur Vorbehandlung der Patientinnen und Patienten lassen sich auf Basis der vorgelegten Daten keine Aussagen zum Zusatznutzen von Risankizumab gegenüber Ustekinumab bei Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, ableiten.
- Gesamtbewertung
- Aufgrund fehlender Angaben zur Vorbehandlung lassen sich keine Aussagen zum Zusatznutzen von Risankizumab ableiten. Ein Zusatznutzen ist damit nicht belegt.
b) Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden biologischen Antirheumatika (bDMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben.
- Für Erwachsene mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden biologischen Antirheumatika (bDMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben, ist ein Zusatznutzen von Risankizumab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.
- Aufgrund der fehlenden Informationen zur Vorbehandlung der Patientinnen und Patienten lassen sich auf Basis der vorgelegten Daten keine Aussagen zum Zusatznutzen von Risankizumab gegenüber Ustekinumab bei Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden biologischen Antirheumatika (bDMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben, ableiten.
- Gesamtbewertung
- Aufgrund fehlender Angaben zur Vorbehandlung lassen sich keine Aussagen zum Zusatznutzen von Risankizumab ableiten. Ein Zusatznutzen ist damit nicht belegt.
Zugehörige Verfahren
| Risankizumab (5) | Skyrizi® | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG | Mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis; 6 bis < 18 Jahre | n.d. | laufendes Verfahren | |
| Risankizumab (4) | Skyrizi® | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG | Colitis ulcerosa, vorbehandelt | 29.100 | 100% Zusatznutzen nicht belegt | |
| Risankizumab (3) | Skyrizi® | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG | Morbus Crohn, vorbehandelt | 18.800–35.250 | 40% Anhaltspunkt für geringer Zusatznutzen | |
| Risankizumab (2) | Skyrizi® | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG | Psoriasis-Arthritis, Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat | 29.100 | 100% Zusatznutzen nicht belegt | |
| Risankizumab (1) | Skyrizi® | AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG | Plaque-Psoriasis | 35.900–121.500 | 82% Beleg für beträchtlicher Zusatznutzen |
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