Insulin degludec (4) – Tresiba®

Diabetes mellitus Typ 2

Steckbrief

Start des Verfahrens 01.12.2018 – Zulassung: 20.01.2013
Beschluss 16.05.2019
Wirkstoff Insulin degludec
Handelsname Tresiba®
Pharm. Unternehmer Novo Nordisk Pharma GmbH
G-BA Vorgangsnummer D-405
ATC-Code A10AE06 Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkend (A10AE)
ICD-10 Codes (AIS) E11.01Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E11.11Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E11.20Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.21Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.30Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.31Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.40Diabetes mellitus, Typ 2: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.41Diabetes mellitus, Typ 2: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.50Diabetes mellitus, Typ 2: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.51Diabetes mellitus, Typ 2: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.60Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.61Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.72Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E11.73Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E11.74Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E11.75Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E11.80Diabetes mellitus, Typ 2: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.81Diabetes mellitus, Typ 2: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E11.90Diabetes mellitus, Typ 2: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E11.91Diabetes mellitus, Typ 2: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.01Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E12.11Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E12.20Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.21Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.30Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.31Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.40Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.41Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.50Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.51Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.60Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.61Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.72Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E12.73Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E12.74Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E12.75Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E12.80Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.81Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E12.90Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E12.91Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition): Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.01Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E13.11Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E13.20Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.21Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.30Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.31Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.40Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.41Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.50Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.51Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.60Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.61Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.72Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E13.73Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E13.74Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E13.75Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E13.80Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.81Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E13.90Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E13.91Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.01Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Koma: Als entgleist bezeichnet, E14.11Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Ketoazidose: Als entgleist bezeichnet, E14.20Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.21Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Nierenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.30Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.31Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit Augenkomplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.40Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.41Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit neurologischen Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.50Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.51Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.60Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.61Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.72Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet, E14.73Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet, E14.74Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet, E14.75Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet, E14.80Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.81Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet, E14.90Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet, E14.91Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet Mehr anzeigen >>
Alpha-ID Codes (AIS) I110911Diabetisches Fußsyndrom, I110976Diabetes mellitus mit Augenkomplikation, I110978Diabetes mellitus mit neurologischer Komplikation, I111029Diabetes mellitus mit Komplikation, I111031Diabetes mellitus mit vaskulärer Komplikation, I111458Sekundärer Diabetes mellitus, I111462Diabetische Entgleisung, I111702Diabetes mellitus Typ 2b mit Nephropathie, I111707Diabetes mellitus Typ 2b mit Komplikationen, I115660Typ-2-Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom, I119462Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition), I127364Insulinresistenz-Syndrom, Typ A, I127366Insulinresistenz-Syndrom, Typ B, I2202Diabetes mellitus ohne Komplikation, I25564Diabetes mellitus mit Koma, I31391Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, I97452Diabetes mellitus mit Hypoglykämie, I98004Diabetes mellitus mit Ketoazidose, I98511Hypoglykämisches Koma bei Diabetes mellitus, I99009Typ-2-Diabetes mellitus mit Koma, I99030Typ-2-Diabetes mellitus mit peripherer vaskulärer Komplikation, I99034Typ-2-Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, I99037Diätetisch behandelter Typ-2-Diabetes mellitus ohne Komplikation, I99064Hypoglykämisches Koma bei Typ-2-Diabetes mellitus, I99192Diabetes mellitus Typ 2 mit Ketoazidose, I99238Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
DDD Tagesdosis 40 E parenteral
Therapeutisches Gebiet Stoffwechselkrankheiten Diabetes mellitus (DM Typ 1-2)
Grund des Verfahrens Neubewertung: §13 (Anforderung G-BA)
Ursprünglicher Beschluss: Insulin degludec (1) (16.10.2014)
Besonderheit ZVT-Änderung

Anwendungsgebiet des Beschlusses

Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 einschließlich der Kombination mit Glucagon-like-peptide-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA).

Patientengruppe Indikation ZVT
a) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren Humaninsulin + Metformin oder Humaninsulin + Empagliflozin oder Humaninsulin + Liraglutid oder Humaninsulin, wenn die bestimmten Kombinationspartner gemäß Fachinformation unverträglich oder kontraindiziert oder aufgrund eines fortgeschrittenen Diabetes mellitus Typ 2 nicht ausreichend wirksam sind
b) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren Optimierung des Humaninsulinregimes (ggf + Metformin oder Empagliflozin oder Liraglutid)

Studien und Ergebnisse

Anzahl Studien
(beste Patientengruppe)
2 (DEVOTE, NN1250-3579)
Studiendesign
(beste Patientengruppe)
H2H vs. ZVT
Metaanalyse
(beste Patientengruppe)
nein
Grund für Patientengruppenbildung (G-BA) Vorbehandlung
ZVT-Änderung 24.10.2017 – vor Dossiereinreichung

a) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Insulin degludec gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.
  • Mortalität
    • Im Endpunkt Gesamtmortalität zeigt sich weder in der Metaanalyse noch in der Extensionsstudie ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
  • Morbidität - Kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
    • Für den kombinierten Endpunkt kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) einschließlich der Einzelkomponenten „kardiovaskulärer Tod“ und „nicht tödlicher Schlaganfall“ zeigt sich jeweils sowohl in der Metaanalyse als auch in der Extensionsstudie kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
    • Für den Endpunkt „akutes Koronarsyndrom“ zeigt sich in der Extensionsstudie ein statistisch signifikanter Effekt zum Nachteil von Insulin degludec in Kombination Metformin. In der Metaanalyse ist der Effekt nicht statistisch signifikant.
  • Morbidität - Gesundheitszustand (Domänen „tägliches Leben“ und „psychische Gesundheit“ des TRIM-D)
    • Der Gesundheitszustand der Patienten wurde mit den Domänen „tägliches Leben“ und „psychische Gesundheit“ des TRIM-D erhoben. In der Extensionsstudie wurde der Endpunkt nicht erfasst. Es zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen in der Metaanalyse für diesen Endpunkt.
  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität - SF-36 – körperlicher Summenscore (PCS) und psychischer Summenscore (MCS)
    • Für den MCS ergeben sich in der Metaanalyse und in der Extensionsstudie keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen.
    • Ein Zusatznutzen von Insulin degludec gegenüber Insulin glargin, jeweils in Kombination mit Metformin ist für die Kategorie Lebensqualität nicht belegt.
  • Nebenwirkungen - Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)
    • Für den Endpunkt SUEs zeigt sich weder in der Metaanalyse noch in der Extensionsstudie ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
  • Nebenwirkungen - Therapieabbruch wegen UE und Nierenfunktionsstörung
    • Für die Endpunkte Therapieabbruch wegen UE und Nierenfunktionsstörung lassen sich sowohl in der Metaanalyse als auch in der Extensionsstudie keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen feststellen.
  • Nebenwirkungen - Nicht schwere symptomatische, bestätigte Hypoglykämien
    • Ein Zusatznutzen von Insulin degludec gegenüber Insulin glargin, jeweils in Kombination mit Metformin ist für die Kategorie Lebensqualität nicht belegt.
  • Nebenwirkungen - Schwere Hypoglykämien
    • Für den Endpunkt schwere Hypoglykämien (SUE) zeigen sich sowohl in der Metaanalyse als auch in der Extensionsstudie keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Nebenwirkungen - Spezifische UE (Erbrechen und Depressionen)
    • Für den Endpunkt Erbrechen (PT) liegt in der Metaanalyse kein statistisch signifikanter Effekt zwischen den Behandlungsarmen vor. In der Extensionsstudie zeigt sich für diesen Endpunkt hingegen ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vorteil von Insulin degludec.
    • Für den Endpunkt Depressionen (PT) liegt in der Metaanalyse kein statistisch signifikanter Effekt zwischen den Behandlungsarmen vor. In der Extensionsstudie zeigt sich für diesen Endpunkt hingegen ein statistisch signifikanter Unterschied zum Nachteil von Insulin degludec.
  • Gesamtbewertung
    • Für die erneute Nutzenbewertung von Insulin degludec in Kombination mit Metformin zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit mindestens zwei blutzuckersenkenden Arzneimitteln (außer Insulin, hier Metformin) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren, liegen die Studien NN1250-3587 und NN1250-3672, jeweils mit einer Dauer von 26 Wochen, sowie die 52-Wochen-lange Studie NN1250-3579 mit der Extensionsstudie 3579Ext (weitere 52 Wochen) vor.
    • In den Studien wurde die Gabe von Insulin degludec gegenüber Insulin glargin, jeweils in Kombination mit Metformin verglichen.
    • Für die bewertungsrelevante Teilpopulation sowohl in der Metaanalyse als auch in der Extensionsstudie zeigen sich in den Endpunktkategorien Mortalität und gesundheitsbezogene Lebensqualität sowie für die Endpunkte kardiovaskuläre Ereignisse (kombinierter Endpunkt MACE einschließlich der Einzelkomponenten „kardiovaskulärer Tod“ und „nicht tödlicher Schlaganfall“) und Gesundheitszustand (TRIM-D) in der Kategorie Morbidität keine Vorteile für Insulin degludec gegenüber der Kontrolle. Auch in der Kategorie Nebenwirkungen bei den Endpunkten SUE, Therapieabbruch wegen UE, Hypoglykämien und Nierenfunktionsstörungen lassen sich anhand der Ergebnisse der Metaanalyse und der Extensionsstudie keine positiven Effekte für Insulin degludec im Vergleich zur Kontrolle ableiten.
    • Statistisch signifikante Unterschiede zeigen sich nur in der Extensionsstudie, jeweils zum Nachteil von Insulin degludec im Vergleich zu Insulin glargin für den Endpunkt akutes Koronarsyndrom in der Kategorie Morbidität und bei den Nebenwirkungen im PT Depression. Andererseits lag für den PT Erbrechen bei den Nebenwirkungen in der Extensionsstudie ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Insulin degludec vor. In der Metaanalyse ließen sich keine statistisch signifikanten Differenzen für diese Endpunkte zwischen den Behandlungsarmen feststellen.
    • Insgesamt wird das Verzerrungspotenzial für alle erhobenen Endpunkte der Extensionsstudie als hoch bewertet. Daher lassen sich die beobachteten positiven bzw. negativen Effekte in dieser Studie nicht uneingeschränkt interpretieren.
    • In der Gesamtbetrachtung ist ein Zusatznutzen für Insulin degludec in der vorliegenden Patientengruppe gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.

b) Erwachsene Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, bei denen Diät und Bewegung und die Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) den Blutzucker nicht ausreichend kontrollieren

  • Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • In der Gesamtschau ist der Zusatznutzen von Insulin degludec gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Patientengruppe nicht belegt.
  • Mortalität
    • Im Endpunkt Gesamtmortalität zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
  • Morbidität - Kardiovaskuläre Ereignisse (MACE)
    • Bei dem Endpunkt kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) sowie den zugehörigen Einzelkomponenten kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Schlaganfall und akutes Koronarsyndrom zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
  • Morbidität - Gesundheitszustand (Domänen „tägliches Leben“ und „psychische Gesundheit“ des TRIM-D)
    • Der Gesundheitszustand der Patienten wurde mit den Domänen „tägliches Leben“ und „psychische Gesundheit“ des TRIM-D erhoben. In der Hauptstudie NN1250-3582 zeigt sich jeweils kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen. In der Extensionsstudie wurde der Endpunkt nicht erfasst.
  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität - SF-36 – körperlicher Summenscore (PCS) und psychischer Summenscore (MCS)
    • Weder für den MCS noch für den PCS ergeben sich in der Hauptstudie NN1250-3582 statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen. In der Extensionsstudie wurde der Endpunkt nicht erhoben.
  • Nebenwirkungen - Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)
    • Für den Endpunkt SUE zeigt sich weder in der Hauptstudie noch in der Extensionsstudie ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
  • Nebenwirkungen - Therapieabbruch wegen UE und Nierenfunktionsstörung
    • Für die Endpunkte Therapieabbruch wegen UE und Nierenfunktionsstörung lassen sich sowohl Hauptstudie als auch in der Extensionsstudie keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen feststellen.
  • Nebenwirkungen - Nicht schwere symptomatische, bestätigte Hypoglykämien
    • Für die nicht schweren symptomatischen, bestätigten Hypoglykämien in der Operationalisierung eines Plasmaglukosewertes < 56 mg/dl liegt sowohl Hauptstudie als auch in der Extensionsstudie jeweils kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen vor.
  • Nebenwirkungen - Schwere Hypoglykämien
    • Für den Endpunkt schwere Hypoglykämien (SUE) zeigen sich sowohl in der Hauptstudie als auch in der Extensionsstudie keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.
  • Gesamtbewertung
    • Für die erneute Nutzenbewertung von Insulin degludec bei erwachsenen Diabetes mellitus Typ 2-Patienten, die trotz Diät und Bewegung und der Behandlung mit Insulin (mit oder ohne einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel) keine ausreichende Blutzuckereinstellung aufweisen, wird die zweiarmige, offene Phase-III-Studie NN1250-3582 mit einer Behandlungsdauer von 52 Wochen sowie die dazugehörige Extensionsstudie NN1250-3667 (weitere 26 Wochen) herangezogen. Untersucht wurde der Vergleich von Insulin degludec gegenüber Insulin glargin, jeweils in Kombination mit Insulin aspart mit oder ohne OAD.
    • Es liegen Daten zu verschiedenen Endpunkten aus den Endpunktkategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen vor. Für die erhobenen Endpunkte ergeben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen. Auf dieser Grundlage können weder positive noch negative Effekte für Insulin degludec gegenüber Insulin glargin abgeleitet werden.
    • In der Gesamtbetrachtung ist ein Zusatznutzen für Insulin degludec in der vorliegenden Patientengruppe gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt.

Zugehörige Verfahren



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