Inebilizumab (2) – Uplizna®
Immunglobulin-G4-assoziierte Erkrankung
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 15.03.2026 – Zulassung: 10.11.2025 |
|---|---|
| Beschluss | 03.09.2026 |
| Wirkstoff | Inebilizumab |
| Handelsname | Uplizna® |
| Pharm. Unternehmer | Amgen GmbH |
| G-BA Vorgangsnummer | D-1306 |
| ATC-Code | n.d. |
| Therapeutisches Gebiet | Sonstiges |
| Grund des Verfahrens | Neues Anwendungsgebiet |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
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Uplizna ist zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit aktiver IgG4-RD indiziert. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
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Erwachsene mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) |
Eine individualisierte Therapie unter Auswahl von
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Erwachsene mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) |
Eine individualisierte Therapie unter Auswahl von
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Erwachsene mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) |
Eine individualisierte Therapie unter Auswahl von
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Studien und Ergebnisse
- Klinische Studien
- Der pharmazeutische Unternehmer legt zur Bewertung des Zusatznutzens von Inebilizumab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie die Studie MITIGATE vor.
- Bei der Studie handelt es sich um eine doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studie zum Vergleich einer Behandlung von Inebilizumab gegenüber Placebo bei Erwachsenen mit aktiver IgG4-RD über einen Zeitraum von 52 Wochen.
Erwachsene mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD)
- Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
- In der Gesamtbetrachtung zeigt sich für den Endpunkt IgG4-RD-Schübe ein statistisch signifikanter Vorteil von Inebilizumab gegenüber Placebo. Da jedoch unklar bleibt, welche Auswirkungen die Vermeidung von Schüben durch Inebilizumab im Vergleich zu der Behandlung von Schüben mit Glukokortikoiden auf den langfristigen Krankheitsverlauf sowie auf Folgekomplikationen hat, ist das Ausmaß des gezeigten Vorteils nicht abschließend quantifizierbar.
- Die Aussagekraft der Nachweise wird in die Kategorie Anhaltspunkt eingestuft. Trotz insgesamt niedrigem endpunktübergreifendem Verzerrungspotenzial bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Interpretierbarkeit der Ergebnisse zum Endpunkt IgG4-RD-Schübe sowie aufgrund der gegenüber den Leitlinienempfehlungen verkürzten Glukokortikoid-Ausschleichphase.
- Insgesamt ergibt sich somit für Inebilizumab bei Erwachsenen mit aktiver IgG4-RD ein Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
- Mortalität
- Gesamtmortalität
- Es traten in beiden Behandlungsarmen der Studie MITIGATE keine Todesfälle auf.
- Morbidität - IgG4-RD Schübe
- Für den Endpunkt IgG4-RD-Schübe legt der pharmazeutische Unternehmer Analysen zur Zeit bis zum ersten behandelten und durch ein unabhängiges, verblindetes Entscheidungsgremium bestätigten IgG4-RD-Schub vor.
- Insgesamt zeigt sich für den Endpunkt IgG4-RD Schübe ein statistisch signifikanter Vorteil von Inebilizumab gegenüber Placebo. Es bleibt jedoch unklar, ob und in welchem Ausmaß die beobachteten Effekte zur Vermeidung von Schüben durch Inebilizumab im Vergleich zu der Behandlung von aufgetretenen Schüben mit Glukokortikoiden im Kontrollarm zu einer Verbesserung des langfristigen Krankheitsverlaufs und zu einer Verhinderung von Folgekomplikationen führen.
- Morbidität - Symptomatik (Patient global assessment of disease activity (PGA))
- Für den Endpunkt Symptomatik, erhoben mittels des PGA, zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Morbidität - Fatigue (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy – Fatigue Scale (FACIT-Fatigue))
- Der „Functional Assessment of Chronic Illness Therapy – Fatigue Scale“(FACIT-Fatigue) ist ein Fatigue-spezifisches Modul des „Functional Assessment of Chronic Illness Therapy Measurement System“ (FACIT).
- Für den Endpunkt Fatigue, erhoben mittels des FACIT-Fatigue, zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Gesundheitsbezogene Lebensqualität
- Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde anhand des SF-36v2 erhoben. Für den SF-36 werden der körperliche Summenscore (PCS) und der psychische Summenscore (MCS) einzeln betrachtet.
- Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität, erhoben über den SF-36v2, zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Nebenwirkungen - Schwere unerwünschte Ereignisse (SUEs), schwere unerwünschte Ereignisse (UEs) und Abbruch wegen UEs
- Für die Endpunkte SUEs, schwere UEs und Abbruch wegen UEs zeigt sich jeweils kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
- Nebenwirkungen - Infektionen und parasitäre Erkrankungen (SUEs) und Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (schwere UEs)
- Im Detail zeigt sich für die Endpunkte Infektionen und parasitäre Erkrankungen (SUEs) und Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (schwere UEs) jeweils ein statistisch signifikanter Nachteil von Inebilizumab gegenüber Placebo.
- Gesamtschau
- In der Gesamtschau ergibt sich für den Endpunkt IgG4-RD-Schübe ein Vorteil von Inebilizumab gegenüber Placebo. Da jedoch unklar bleibt, welche Auswirkungen die Vermeidung von Schüben durch Inebilizumab im Vergleich zu der Behandlung von Schüben mit Glukokortikoiden auf den langfristigen Krankheitsverlauf sowie auf Folgekomplikationen hat, ist das Ausmaß des gezeigten Vorteils nicht abschließend quantifizierbar. Zudem zeigen sich keine Vorteile in weiteren zur Nutzenbewertung herangezogenen Morbiditätsendpunkten und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
- Insgesamt ergibt sich somit für Inebilizumab bei Erwachsenen mit aktiver IgG4-RD ein Zusatznutzen, dessen Ausmaß auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifiziert werden kann.
Zugehörige Verfahren
| Inebilizumab (3) | Uplizna® | Amgen GmbH | Myasthenia gravis, AChR-Antikörper+, MuSK-Antikörper+ | 6.470–19.730 | 100% Zusatznutzen nicht belegt | |
| Inebilizumab (2) | Uplizna® | Amgen GmbH | Immunglobulin-G4-assoziierte Erkrankung | 2.600–3.500 | 100% Anhaltspunkt für nicht-quantifizierbarer Zusatznutzen | |
| Inebilizumab (1) | Uplizna® | Horizon Therapeutics GmbH | Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen, Anti-Aquaporin-4-IgG-seropositiv | 460–980 | 100% Zusatznutzen nicht belegt |
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