Linaclotid (1) – Constella®
Reizdarmsyndrom mit Obstipation
Steckbrief
| Start des Verfahrens | 01.05.2013 – Zulassung: 26.11.2012 |
|---|---|
| Beschluss | 17.10.2013 |
| Wirkstoff | Linaclotid |
| Handelsname | Constella® |
| Pharm. Unternehmer |
Dossier: Almirall Hermal GmbH
Neuer Inverkehrbringer: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG |
| G-BA Vorgangsnummer | D-065 |
| ATC-Code | A06AX04 Andere Mittel gegen Obstipation (A06AX) |
| ICD-10 Codes (AIS) | K58.2Reizdarmsyndrom, Obstipations-prädominant (RDS-O) |
| Alpha-ID Codes (AIS) | I126615RDS-O (Reizdarmsyndrom, Obstipations-prädominant) |
| DDD Tagesdosis | 0.29 mg oral |
| Therapeutisches Gebiet | Krankheiten des Verdauungssystems Reizdarmsyndrom |
| Grund des Verfahrens | Erstbewertung |
| Anwendungsgebiet des Beschlusses |
|---|
|
Constella® ist angezeigt zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndroms mit Obstipation (RDS-O) bei Erwachsenen. |
| Patientengruppe | Indikation | ZVT |
|---|---|---|
| Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Reizdarmsyndrom mit Obstipation (RDS-O) | Ernährungsumstellung entsprechend ärztlicher Beratung sowie symptomorientierte Behandlung (Obstipation, Blähungen, Krämpfe, Schmerzen) |
Studien und Ergebnisse
|
Anzahl Studien
(beste Patientengruppe) |
3 (MCP-103, MCP-302, LIN-MD-31) |
|---|---|
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Studiendesign
(beste Patientengruppe) |
H2H vs. ZVT (off-label) |
|
Metaanalyse
(beste Patientengruppe) |
nein |
- Klinische Studien
- Bei dieser Studie handelt es sich um eine multizentrische, doppelblind und parallel angelegte Phase-II-Studie zur Dosisfindung mit 12-wöchiger Behandlungsphase, in die 496 Patienten mit einer RDS-O-Diagnose nach ROM-II-Kriterien eingeschlossen wurden.
- Die Studie MCP-103-302 ist eine in den USA in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführte multizentrische, ebenfalls doppelblind und parallel angelegte, placebokontrollierte Pivotalstudie.
- Diese ebenfalls doppelblind und parallel angelegte, placebokontrollierte Zulassungsstudie wurde in mehreren Zentren der USA und Kanada in der Zeit von Juli 2009 bis Juli 2010 durchgeführt.
Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Reizdarmsyndrom mit Obstipation (RDS-O)
- Aus diesen Erwägungen heraus, auf Basis der Angaben im Dossier und der Ergebnisse der Nutzenbewertung sowie der Stellungnahmen, stellt der G-BA keinen Beleg für einen Zusatznutzen von Linaclotid gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Ernährungsumstellung entsprechend ärztlicher Beratung sowie symptomorientierte Behandlung (Obstipation, Blähungen, Krämpfe, Schmerzen) fest.
- Nebenwirkungen
- Hinsichtlich der Nebenwirkungen ist Diarrhö die häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung.
- Nach Angaben des EPAR trat diese in der Studienpopulation bei 160 (20 %) der mit Linaclotid behandelten Patienten gegenüber 24 (3 %) der Patienten mit Placebotherapie auf.
- Davon litten im Linaclotid-Regime 91 Patienten, im Placebo-Regime 6 Patienten unter mittelschweren bis schweren Durchfällen.
- Bei 50 % der betroffenen Linaclotid-Patienten bestand die Diarrhö für mehr als 28 Tage, während etwa ein Drittel Verläufe von weniger als sieben Tage zeigte.
- Bezogen auf die Therapieabbrüche aufgrund therapiebedingter Nebenwirkungen sind in beiden Zulassungsstudien vermehrte Abbrüche unter Linaclotid im Vergleich zu Placebo zu verzeichnen (LIN-MD-31: 7,9 % vs. 2,5 %; MCP-103-302: 10,2 % vs. 2,5 %).
Zugehörige Verfahren
| Linaclotid (1) | Constella® | Almirall Hermal GmbH | Reizdarmsyndrom mit Obstipation | 394.000–838.000 | 100% Zusatznutzen nicht belegt |
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